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23.06.2017 - 02:03
Foto: Signal Iduna

Vereiste Scheibe: Ist klassisch kratzen das Beste?

28.01.2017, 17:09

Pappkarton, Heizlüfter - oder doch ein klassischer Eiskratzer? Wer die Scheiben seines Autos im Winter frei bekommen will, hat meist kalte Hände, aber auch diverse Möglichkeiten. Viele der Tricks und Helfer taugen aber nicht.

Dass man heißes Wasser nicht zum Enteisen der Scheiben nehmen sollte, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Durch den Temperaturschock können die Scheiben Risse bekommen. Und dann wird es richtig teuer, denn es droht der komplette Austausch.

Hände weg auch von abtauendem Wischwasser der Marke Eigenbau. Wer Wasser, Spülmittel und Spiritus selbst mixt, wird nicht nur eine unzureichende Reinigung erhalten, Kunststoff- und Gummiteile können Schaden nehmen.

Wer einen Heizlüfter für den Innenraum nutzt, sollte besonders vorsichtig sein. Hier dürfen nur Produkte verwendet werden, die genau für diese Anwendung vorgesehen sind. Heizlüfter, die eigentlich für den Hausgebrauch bestimmt sind, können bei einem Einsatz im Auto zu Bränden führen. Besonders unsinnig ist der Einsatz eines beheizbaren Eiskratzers. Er wird nie warm genug, um eine Wirkung zu erzielen. Und wenn dies doch der Fall wäre, bestünde die Gefahr, dass die Scheiben durch den Temperaturunterschied springen.

Hilfreich ist es hingegen, abends eine Folie oder einen Karton unter die Scheibenwischer zu klemmen. So vereist die Scheibe nicht. Alternativ ist der Einbau einer Standheizung möglich; sie lässt sich so programmieren, dass die Eisschicht abtaut, während der Fahrer noch beim Morgenkaffee sitzt. Preiswerter geht es mit einer Wärmflasche auf dem Armaturenbrett. Die über Nacht abgegebene Wärme sollte zumindest bei geringen Minusgraden ausreichen, ein Vereisen zu verhindern.

Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, um so den Frost von den Scheiben zu schmelzen, sollte man sich aber besser sparen. Das ist verboten, schlecht für die Umwelt und außerdem dauert es ewig, bis der Motor warm wird.

Wer am Ende doch zum Eiskratzer greift, sollte einige Tipps beherzigen. Denn das Kratzen kann auf einer verdreckten Scheibe mehr Schaden anrichten als nutzen. Befinden sich unter der gefrorenen Schicht Sand- oder Staubpartikel, sorgen diese beim Freikratzen für kleine Schrammen im Glas. Diese beeinträchtigen dann stark die Sicht bei tief stehender Sonne oder entgegenkommendem Scheinwerferlicht. Zumindest sollte man sein Auto abends mit sauberer Scheibe abstellen.

So geht's richtig

Die schonendste Art der Reinigung ist eine Kombination aus Enteiserspray und Eiskratzer. Das angeschmolzene Eis kann dann mit der weichen Gummilippe entfernt werden.

(SPX)

Redaktion
krone.at
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