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24.09.2017 - 12:19
Foto: Fotolia

Kampf dem Feinstaub im Innenraum

13.09.2017, 07:09

Laut Weltgesundheitsorganisation wird die durchschnittliche Lebensdauer in Österreich durch die Feinstaubbelastung um rund acht Monate verkürzt. Feinstaubbelastung findet sich sowohl in der Außen- als auch in der Innenluft. Durch geeignete Verhaltensweisen lässt sich diese gesundheitsschädigende Belastung deutlich reduzieren.

Meist wird das Thema Feinstaub in Zusammenhang mit der Außenluft - und hier vor allem im Zusammenhang mit dem Verkehr - in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Allerdings nicht ganz zu Recht. Denn vor allem in den Wintermonaten kann die Feinstaubkonzentration in den Innenräumen um ein Vielfaches höher sein als im Außenbereich.

Selbst unter den Gesundheits- und Umweltexperten gibt es widersprüchliche Meinungen darüber, ob die Belastung im Außen- oder die im Innenbereich als gefährlicher einzuschätzen ist. Tatsache ist allerdings, dass der Mensch rund 90 Prozent seiner Zeit in geschlossenen Räumen verbringt.

Und: Ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Bereichen liegt darin, dass es für die Außenluft geregelte Grenzwerte gibt, derartige gesetzliche Regelungen fehlen allerdings für den Innenraum.

Feinstaub - was ist das eigentlich?

Der sogenannte Feinstaub setzt sich aus Abermilliarden für das menschliche Auge nicht sichtbaren Teilchen zusammen, die höchstens einige tausend Millimeter groß sind. Je kleiner die Teilchen, desto gefährlicher sind sie, da sie tief in die Atemwege vordringen und so über die Lungenbläschen ins Blut und in die verschiedenen Organe gelangen können.

Im Außenbereich ist dieses Feinstaubgemisch im Wesentlichen auf Kraftfahrzeugemissionen (inklusive Brems- , Gummi- und Straßenabrieb), Industrie- und Hausbrand, Streusplit und Salzstreuung zurückzuführen.

Foto: thinkstockphotos.de

Belastungsquellen im Innenraum

Im Innenbereich der Gebäude gibt es die verschiedensten Quellen für Feinstaubbelastungen. Zum einen dringt Feinstaub vom Außenbereich in Wohnungen und Büros ein, zum anderen gibt es dann im Innenbereich zusätzliche Feinstaubquellen.

Raucher werden es nicht gerne hören, aber Tatsache ist zum Beispiel, dass Tabakqualm zu einer signifikant deutlichen Erhöhung der Feinstaubbelastung in Innenräumen führt. Dazu kommen ganz normale Haushaltstätigkeiten wie Kochen, Braten, Staubsaugen und überhaupt der Aufenthalt von Personen in Räumen als mögliche Feinstaub- Verursacher hinzu. Denn bewegen sich Menschen in einem Raum, werden Staubpartikel, die sich zwischenzeitlich auf Fußböden, Teppichen etc. abgesetzt haben, wieder aufgewirbelt.

Im Winter sorgen zusätzlich eine zu hohe Heiztemperatur (warme Luft wirbelt Staub auf) sowie veraltete Holzheizungen oder eine nicht sorgfältige Brennstoffwahl für eine weitere Erhöhung der Feinstaubkonzentration. Eine wichtige neue Feinstaubquelle stellen zudem (eingeschaltete) Computer, Kopierer und Drucker dar.

In Verbindung mit immer dichteren Bauweisen sowie falschem Lüftungsverhalten wird also rasch klar, dass die Feinstaubbelastungen in den Innenräumen zu einem echten (gesundheitlichen!) Problem werden können. Allergien, kratziger Hals, trockener Husten und geschwollene Augen können eine Folge dieser Belastung sein.

Foto: thinkstockphotos.de

Tipps zur Verringerung der Innenraum- Feinstaubbelastung:


  • Reduzieren möglicher Quellen: Rauchfreie Zonen schaffen, Computer, Drucker etc. immer ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden, Raumheizgeräte und Geräte zur Warmwasserbereitung regelmäßig warten lassen, bei Heizöfen nur die dafür vorgesehenen Brennstoffe verbrennen.
  • Feucht wischen: Am besten alle zwei Tage Böden feucht (nicht nass!) wischen.
  • Teppiche: Widerlegt ist mittlerweile das Vorurteil, dass glatte Böden hygienischer seien als Teppiche oder Teppichböden. Im Gegenteil: Teppichfasern binden den Staub und er wird nicht so leicht aufgewirbelt wie bei glatten Böden.
  • Teppichreinigung: Voraussetzung für diesen positiven Effekt ist allerdings im Gegenzug die regelmäßige, gründliche Reinigung der Teppiche. Staubsaugen allein ist oft nicht ausreichend. Tipp: Mit einem Schwamm (raue Seite) und lauwarmem Wasser leicht über die Teppichböden streichen. Es ist erstaunlich, was hierbei oft noch an Staub herausgeholt wird.
  • Staubsaugen: Unmittelbar nach dem Saugen die Räume kurz mit Durchzug lüften, um den beim Saugen aufgewirbelten Feinstaub zu entfernen. Tipp: Staubsauger mit Fein- oder Hygienefilter verwenden.
  • Heizen: Nicht zu hohe Raumtemperaturen, da warme Luft die Bildung von Staub begünstigt und ihn zusätzlich aufwirbelt.
  • Kochen: Dunstabzug während bis kurz nach dem Kochen einschalten.
  • Regelmäßig lüften: Vor allem im Winter mehrmals täglich kurz, aber intensiv (Stoßlüftung - Durchzug!) lüften. Ausgiebigeres Lüften nach Möglichkeit auf verkehrsarme Zeiten legen.
  • Heizen mit Holz: Vor allem als sogenannte Übergangsheizung sehr beliebt. Auf gute Qualität der Heizgeräte sowie des Brennmaterials achten. Wirklich nur gut getrocknetes und dünn gespaltenes Holz verwenden. Imprägniertes Holz gehört ebenso wenig in den Kamin wie Papierabfälle, Spanplatten oder alte Zeitschriften.

Redaktion
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