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22.07.2017 - 10:45
Ein ordentlicher Schnitt tut jetzt vielen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen gut.
Foto: Agnes Thinschmidt (Symbolbild)

Zeit für einen ordentlichen Schnitt

13.04.2017, 15:36

Auch, wenn die Temperaturen noch ganz schön frisch sein können: der Frühling liegt in der Luft! In vielen Gärten zeigen sich bereits kräftige Anzeichen des neuen Blühjahrs. Zeit also, mit einem ebenso kräftigen wie richtigen Pflanzenschnitt eine der wichtigsten Grundlagen für die kommende Gartensaison zu legen.

Ein ordentlicher Schnitt tut jetzt vielen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen gut. Dabei können auch Frostschäden, sofern sie nur Teile der Pflanzen betreffen, entfernt werden. Grundsätzlich gilt der Monat März als der ideale Schnitt- Monat für Bäume, Stauden und Pflanzen.

Wie immer gibt es auch hier Ausnahmen von der Regel: Alle Frühjahrsblüher, wie z.B. der Flieder, sind jetzt von der Schnitt- Verjüngung ausgeschlossen. Ein Schneiden würde dazu führen, dass sie in dieser Saison mit hoher Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht blühen. Hier heißt es also warten, bis die Blühperiode zu Ende ist, und dann kann die Gartenschere bis Ende Juni angesetzt werden.

Die süßesten Früchte müssen nicht in Nachbars Garten, sondern können auch im eigenen wachsen, wenn man einige Pflegemaßnahmen beachtet. So werden im März auch die meisten Obstbäume zurechtgestutzt.

Tipp für ältere Obstbäume

Viele ältere Obstbäume liefern nicht mehr den gewünschten Ertrag. Hier solle man den Baum nicht nur zurückschneiden, sondern auch auslichten, also das Zuviel der Äste in der Baumkrone entfernen, sodass die einzelnen Äste wieder ausreichend Sonnenlicht tanken können.

Ausnahmen: Bei Kirsch- und Nussbäumen ist ein Sommerschnitt angesagt und Marillenbäume sollten überhaupt so wenig wie möglich geschnitten werden.

Rose
Foto: Leserreporterin Ingrid Nowag

Zwischen Wissenschaft und einfach tun - der Rosenschnitt

Die Rose ist die beliebteste und daher häufigste Blume in unseren heimischen Gärten. Eine reiche Blütenpracht und ein gesundes Wachstum sind der Stolz jedes Gartenbesitzers.

Vielleicht auch darum ist bei keiner anderen Pflanze die Scheu vor einem kräftigen Schnitt so groß wie bei den Rosen. Auch die einschlägigen Literatur- und Profi- Tipps schwanken zwischen echter Wissenschaft und ermutigenden Aufrufen, doch einfach die Schere anzusetzen, denn so viel könne ja gar nicht schiefgehen …

Tatsächlich reagieren andere Pflanzen mitunter wesentlich sensibler auf "Verschneidungen" als eine Rose von guter Qualität. Es braucht schon viel falsche Schnitte - und einen ganz falschen Zeitpunkt -, um die Rose dadurch ernsthaft und langfristig zu schädigen oder gar "umzubringen".

Und: Ein richtiger Schnitt legt die Grundlage dafür, dass die Rosen im Garten über eine lange Blühperiode hinweg alle Sinne erfreuen.

Schneiden muss sein

Der größte Fehler, den der Rosenfreund daher machen kann, ist aus falscher Angst etwas falsch zu machen - überhaupt nichts zu tun. Ein kräftiger, fachgerechter Schnitt, der gar nicht so schwer ist, ist für die Rosen deshalb so wichtig, da einerseits ein besseres Wachstum sowie eine bessere Blüte gefördert, andererseits die Gefahr eines Schädlingsbefalls reduziert wird. Rosen, die nicht geschnitten werden, entwickeln überaus lange, jedoch sehr schwache Triebe, während sie im unteren Teil immer kahler werden. Die Pflanze wird so schwächer, sie bringt weniger Blüten hervor und wird anfälliger für Schädlinge.

Geschnitten werden Beet- und Edelrosen je nach aktueller Wetterlage im März bzw. April. Der Schnitt erfolgt dabei ca. einen halben bis einen Zentimeter über einem sogenannten Auge (Verdickung am Rosenstamm). Wichtig ist es, den Schnitt stets schräg anzusetzen, sodass der Schnittpunkt nach Möglichkeit über dem Auge liegt (Regenwasser fließt gut ab).

Alte, vergreiste Triebe und "Querschläger" können tief abgeschnitten werden. An den jungen Trieben werden lediglich die durch den Frost abgestorbenen Spitzen weggeschnitten und schließlich alle übrig gebliebenen Triebe auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Motto: Je radikaler der Rückschnitt, desto üppiger und kräftiger wächst und blüht die Rose.

Achtung: Kletterrosen, Wildrosen, Rambler und einmalig blühende Rosen sind von diesem Radikalschnitt ausgenommen. Diese Rosen blühen nicht an neuen Trieben, sondern an den letztjährigen. Schneidet man hier radikal, wird dadurch die Blütenmenge negativ beeinflusst. Hier werden vorsichtig Frostschäden entfernt und gegebenenfalls einige Auslichtungen durchgeführt.

Das richtige Werkzeug

Wie bei jedem Pflanzenschnitt spielt vor allem die richtige Schere die Hauptrolle. Denn es müssen schnelle und glatte Schnitte sein. Stumpfe Klingen, aber auch falsche Scheren führen zu Quetschungen und Verletzungen der Pflanze. Beim Pflanzenschnitt allgemein geht es stets darum, glatte, saubere Schnitte durchzuführen und nicht die zu entfernenden Teile förmlich abzuquetschen.

Spezielle Rosenhandschuhe sind ebenfalls ein Must- have für den Rosenschnitt. Nicht nur, dass die Schnitte schneller und sauberer durchgeführt werden, wenn man ordentlich - ohne Angst vor Verletzungen - zupacken kann, sondern sie schützen vor allem auch den Hobbygärtner vor Verletzungen durch die Dornen. Diese Schutzhandschuhe sollten im Idealfall bis zu den Ellbogen reichen.

Achtung: Den wenigsten ist bekannt, dass Dornenverletzungen durch Rosen zu langwierigen und gefährlichen Infektionen führen können - unter Umständen reicht hier bereits eine kleine Verletzung für ernsthaftere Komplikationen aus. Besonders gefährlich können solche Verletzungen dann werden, wenn zusätzlich zu Erde, Bakterien und Co. auch noch Spritzmittel treten, die Rosen also gespritzt werden oder neu gespritzt angeschafft werden. Wichtig: Jede, auch noch so kleine Verletzung sofort desinfizieren!

Redaktion
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