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21.08.2017 - 19:43
Foto: EPA

Games fördern Sexismus unter Jugendlichen

23.03.2017, 08:51

Eine Studie an 13.500 französischen Jugendlichen, bei der ihre Mediennutzung und ein möglicher Zusammenhang mit sexistischem Verhalten untersucht wurde, wirft kein gutes Licht auf religiöse Jugendliche und Gamer. Beide Gruppen neigen überproportional oft zu sexistischem Verhalten, so die Erkenntnis der Forscher.

Die Studie wurde von US- amerikanischen und französischen Forschern durchgeführt und hat die Nutzung von Fernsehen und Computerspielen sowie religiösen Fanatismus im Zusammenhang mit Sexismus abgefragt, berichtet die renommierte US- Zeitung "New York Times" .

Wer mehr spielt, ist eher Sexist

Die Erkenntnis der Forscher: Je mehr Zeit ein Proband pro Woche mit Computerspielen verbrachte, umso eher zählte er zu den sexistischeren Studienteilnehmern. Computer- und Videospiele scheinen dabei zwar einen geringeren Einfluss auf die Wahrnehmung des anderen Geschlechts zu haben als religiöser Fanatismus, aber einen größeren als das Fernsehen.

Vor allem männliche Jugendliche seien sexismus- gefährdet, wenn sie viel Zeit mit Computerspielen verbringen. Grund dafür dürfte die stereotype Darstellung des anderen Geschlechts in Games sein. Frauen würden in Games immer noch oft als schwache Geschöpfe oder Prinzessinnen dargestellt, die gerettet werden müssen, während männliche Charaktere meist nur so vor Heldenmut triefen.

Auch spielende Mädchen können Sexistinnen sein

Dass Gamer dem anderen Geschlecht gegenüber tendenziell sexistischer eingestellt sind, ist allerdings kein rein männliches Phänomen. Die Forscher stellen zwar klar, dass Sexismus unter männlichen Jugendlichen weiter verbreitet sei, er könne aber durchaus auch bei Mädchen entstehen.

In ihrer Studie weisen die Forscher darauf hin, dass Computerspiele nicht automatisch zu Sexismus führen. Sie können aber die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Jugendlicher sexistisches Verhalten an den Tag lege. Wohlgemerkt: Den Forschern zufolge ist religiöser Fanatismus ein noch deutlich besserer Nährboden für Sexismus als Computerspiele oder Fernsehen.

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