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23.06.2017 - 16:06
Foto: thinkstockphotos.de

Umstrittenes Urteil: "Hirntumor durch Handy"

21.04.2017, 08:35

Dieses Urteil sorgt für Diskussionen im Web: Ein Gericht in Italien hat einen Gehirntumor als Folge häufigen beruflichen Handy- Telefonierens eines inzwischen 57- jährigen Klägers anerkannt. Der Geschädigte soll demnach wegen des dauerhaften Hörschadens von der Unfallversicherung monatlich 500 Euro bekommen.

Nach eigenen Angaben telefonierte Roberto Romeo 15 Jahre lang täglich drei bis vier Stunden mit seinem Handy. Schließlich hatte er den Eindruck, sein rechtes Ohr sei verstopft. Im Jahr 2010 wurde ein gutartiger Tumor festgestellt. Bei der Operation sei der Hörnerv entfernt worden. Ein Fachmann veranschlagte die Minderung der Erwerbstätigkeit auf 23 Prozent.

Kläger will Handys nicht verteufeln

Er wolle das Telefonieren mit Handys aber nicht verteufeln, sagte Romeo nun, die Nutzer sollten sich aber über die Risiken mehr Gedanken machen. Seine Anwälte feierten das Urteil vom 11. April: "Weltweit erstmals hat ein Gericht die unsachgemäße Verwendung eines Handys als Ursache für einen Gehirntumor anerkannt", erklärten sie.

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Mobilfunker: "Wie Essiggurkerl"

In der Mobilfunkbranche ist man über das Urteil nicht glücklich. Der heimische Branchenverband Forum Mobilkommunikation  nennt das Risiko eines Tumors durch Mobilfunkstrahlung gering und vergleicht das Risiko, durch Handystrahlung an Krebs zu erkranken, mit jenem, das von Essiggurkerl oder Kaffee ausgeht.

Redaktion
krone.at
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