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19.08.2017 - 07:39
Foto: Dominik Erlinger

4K- Wunderding: Panasonic Lumix GH5 im Test

14.05.2017, 06:00

Unter den Systemkameras mit Micro- Four- Thirds- Optik war sie lang der König: Panasonics GH4 mit 4K- Videoaufnahme bei 30 Bildern pro Sekunde. Jetzt legt der japanische Megakonzern mit der neuen GH5 noch ein Schauferl drauf: 4K- HDR- Aufnahmen bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde und eine ultraschnelle Serienbildfunktion, die bis zu 30 6K- Bilder in der Sekunde knipst. Traumhafte Aussichten. Aber überzeugt die Kamera?

Zunächst zu den harten Fakten der in ein staub- und spritzwasserfestes und für die Produktkategorie recht voluminöses Gehäuse gehüllten GH5: Panasonics Neue kommt mit 20,3- Megapixel- Sensor (Live- MOS) bei 3,34 Mikrometern Pixelgröße. Lichtempfindlichkeit: ISO 200 - 25600.

Der Fünfkern- Bildprozessor befeuert eine komplexe Elektronik, dank derer sowie 225 Autofokusfeldern flott scharf gestellt wird. Ins Visier nimmt man das Motiv mit dem 3,2 Zoll großen OLED- Touchscreen (neig- und schwenkbar!) mit 1,62 Millionen Bildpunkten oder über den OLED- Sicher mit 3,86 Millionen Pixeln.

Gleich zwei Speicherkarten an Bord

Daten landen auf bis zu zwei SDXC- Karten (UHS- II). Gefilmt wird in 4K bei bis zu 60 Frames pro Sekunde,­ konventionelle Serienbilder in Maximalauflösung sind bei zwölf Einzelfotos pro Sekunde machbar. Wer etwas weniger Auflösung wählt, bekommt 30 6K- Bilder oder 60 4K- Bilder in der Sekunde. 4K- HDR- Qualität ist ebenfalls bereits verfügbar.

Die Anschlussausstattung umfasst USB- C, einen normal großen HDMI- Port, Mikro und Kopfhörer. Gigabit- WLAN und Bluetooth 4.2 sind ebenfalls an Bord - braucht man beispielsweise zur Fernsteuerung per App.

Teurer Spaß: GH5 kostet mindestens 2000 Euro

Die GH5 wird als Body für rund 2000 Euro sowie in zwei Kits mit mehr oder weniger lichtstarkem (F/2.8- 4.0 für 2600 oder F/3,5- 5,6 für 2200 Euro) Objektiv angeboten. Damit ist sie beileibe kein Schnäppchen, sie richtet sich aber auch weniger an Hobbyisten, sondern primär an Nutzer mit professionellem Anspruch.

In unserem Test kam das weniger lichtstarke Objektiv zum Einsatz, die Brennweite liegt bei beiden Modellen bei 12 - 60 Millimetern. Wer weiter entfernte Motive ablichten will und noch keines im Micro- Four- Thirds- Format hat, wird da noch in ein Zoomobjektiv investieren.

Praktisch, falls man Objektive ohne eingebaute Bildstabilisierung nutzen will: Die GH5 besitzt einen optischen Bildstabilisator direkt im Body. Nicht vorhanden ist indes ein integrierter Blitz - das dürfte der mit LED- Leisten für den Blitzschuh oder externen Blitzgeräten ausgestatteten Zielgruppe aber wenig ausmachen.

Exzellente Bildqualität, flüssige 4K- Videos

Die Bildqualität, die mit der GH5 erzielbar ist, hinterließ im Test einen sehr guten Eindruck. Bei guten Lichtverhältnissen fängt die GH5 ausnehmend detailreiche und scharfe Schnappschüsse ein, die Farbdarstellung erscheint uns recht natürlich.

Verwackler passieren durch den ausnehmend flotten Autofokus und die doppelte Bildstabilisierung selten, überdies scheint der Bildprozessor auch bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen noch viel aus den Bildern herauszuholen. Bildrauschen wird erst bei recht hohen Lichtempfindlichkeitswerten zum Problem.

Weil die Darstellung von Bildern aber immer auch etwas Subjektives ist, haben wir einige Originalaufnahmen mit der GH5 für Sie zusammengestellt.

Probeaufnahmen in 20- Megapixel- Originalauflösung finden Sie hier:

Panasonic GH5 Demofotos 

Im Videobetrieb überzeugt die GH5 ebenfalls. Der Autofokus arbeitet auch hier sehr gut, die erzielbare Bildqualität ist beachtlich. Vor allem bei 4K- Aufnahmen in hoher Bildrate brilliert die GH5 mit äußerst flüssigen Aufnahmen.

Demo- Clips in 4K- Auflösung sehen Sie hier:

Sehr gute Verarbeitung, angenehmes Handling

Einen exzellenten Eindruck hat im Test die Verarbeitungsqualität der GH5 hinterlassen. Das 645- Gramm- Gehäuse ist aus Magnesium gefertigt und entsprechend solide, laut Hersteller überdies bis -10 Grad frostresistent.

Alle Anschlüsse sind mit langlebigen Gummidichtungen mit Ledertextur versehen, ebenso der durch die Größe der Kamera auch für größere Hände gut fassbare Griff an der rechten Geräteseite.

Er beherbergt auch Akku und Speicherkarten, an der Oberseite gibt es ein Füllhorn solider Bedienelemente mit klarem Druckpunkt. Versehentliche Eingaben am Moduswahlrad unterbindet ein Arretiermechanismus.

Bedienung personalisierbar

Auch, wenn sie Einsteiger mit ihren vielen Reglern, Tasten und sogar einem Mini- Joystick etwas erschlägt, lässt sich die GH5 gut bedienen. Einstellungen werden im sauber sortierten Menü per Drehrad festgelegt. Wer mag, kann die Kameratasten softwareseitig sogar nach dem eigenen Gutdünken umprogrammieren.

Ein kleiner Dämpfer für den ansonsten exzellenten Gesamteindruck: Die Hightech- Elektronik in der GH5 frisst vergleichsweise viel Strom. Mit einer Ladung des 1860- mAh- Akkus kommt man im Foto- und Videobetrieb zwar durch den Tag, wenn man die Kamera zwischen den Aufnahmen abschaltet. Für größere Film- und Fotoprojekte ist die Mitnahme eines Zweit- oder sogar Drittakkus aber Pflicht.

Zumal es rund drei Stunden dauert, bis der Akku wieder vollgeladen ist und das Aufladen nur mit dem mitgelieferten Ladegerät klappt. Einfach an ein USB- C-Netzteil anschließen kann man die GH5 leider nicht.

Fazit: Bis auf Kleinigkeiten wie den Stromhunger und den fehlenden Blitz, die angesichts ihrer sehr guten Leistungen in der Kernkompetenz Fotografie und Videoaufnahme verschmerzbar sind, hinterlässt die GH5 im Test einen exzellenten Eindruck. Panasonics Neue liefert detailreiche 4K- Videoaufnahme und braucht sich auch bei der klassischen Fotografie nicht zu verstecken. Die insgesamt sehr saubere Verarbeitung und das gute Handling tun ihr Übriges, um die GH5 zur neuen Referenz unter den Micro- Four- Thirds- Kameras zu machen.

Redakteur
Dominik Erlinger
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