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21.08.2017 - 19:44
Foto: Gregor Sindl

eSport in Österreich

Der elektronische Sport (kurz: eSport) gewinnt international immer mehr an Bedeutung. Auch in Österreich ist Gaming auf Wettkampf- Niveau auf dem Vormarsch.

Der elektronische Sport ist das kompetitive Spielen von Computer- und Videospielen, Gaming auf Wettkampf- Niveau. Handelte es sich vor ein paar Jahren noch um eine Nische am Markt, werden heute bei internationalen Turnieren Preisgelder von über 20 Millionen Dollar  für die weltbesten Spieler vergeben.

Online bis zu 46 Millionen Zuseher

Auch die Zuschauerzahlen bei derartigen Wettkämpfen steigen von Jahr zu Jahr. Zuletzt füllten beim Finale der Intel Extreme Masters  über 170.000 Personen die Spodek Arena in Katowice (Polen). Online verfolgten dieses Spektakel über 46 Millionen Zuschauer, das sind rund 15 Millionen Menschen mehr als bei dem im Fernsehen übertragenen Amtsantritt von US- Präsident Donald Trump.

Foto: Gregor Sindl

Österreich weist langjährige eSport- Geschichte auf

Den ersten Aufschwung gab es nach der Jahrtausendwende. Zu dieser Zeit boomten die großen LAN- Parties des Landes. Einige Organisatoren haben damals auch internationale Turniere nach Österreich geholt. 2003 wurde beispielsweise im Wiener Gasometer eine offizielle Qualifikation der World Cyber Games ausgetragen. Auch die bekannte Electronic Sports League (ESL) hatte einen Ableger in Österreich.

Foto: Gregor Sindl

Junge Vereine bringen neuen Schwung

Nach und nach wurden die heimischen LAN- Parties aber weniger, wodurch auch die gesamte Szene vorerst stagnierte. Seit einigen Jahren bringen junge Vereine und Organisatoren erneut Schwung in den österreichischen eSport. Die größte Gaming- Veranstaltung des Landes ist die Game City Wien, die im Jahr 2016 über 80.000 Besucher im Rathaus verzeichnen konnte. Der eSport Verband Österreich  (ESVÖ) ist Mitbegründer dieser heuer bereits zum elften Mal stattfindenden Großveranstaltung.

Foto: Gregor Sindl

"Für uns als eSport Verband Österreich ist es wichtig, dass wir jungen Organisatorinnen und Organisatoren, die in der Szene Fuß fassen möchten, eine erste Anlaufstelle bieten. Wir konzentrieren uns aktuell vor allem auf die Medienarbeit, um den elektronischen Sport weiter in Österreich zu etablieren.", sagt Stefan Baloh, Präsident vom ESVÖ.

Foto: Gregor Sindl

Bei der eBundesliga virtuell mitkicken

Neben der Game City finden noch zahlreiche weitere eSport- Veranstaltungen in Österreich statt. Die Palette umfasst beispielsweise regelmäßige Online- Ligen, Turnierveranstaltungen, Public- Viewing- Events und Messeauftritte. Im Oktober startet die von der Fußball- Bundesliga initiierte eBundesliga . Österreichische Fußballvereine werden im virtuellen Fußball gegeneinander antreten, die Spiele werden von rekrutierten eSportlern ausgetragen.

International einige Player aus Österreich

Der Counter Strike Coach Alexander "kakafu" Szymanczyk  konnte sich vor kurzem bei dem Turnier der PGL Major  in Krakau mit seinem Team "BIG" beweisen und erreichte einen Platz unter den Top 8 der Welt. Der österreichische Profispieler Raffael "GameKing" Iciren  gewann 2016 die Weltmeisterschaften des internationalen eSport Verbands (IeSF) in dem Spiel Hearthstone. Das Overwatch Nationalteam schaffte dieses Jahr die Qualifikation zur Overwatch World Cup Vorausscheidung - um nur ein paar der jüngsten Erfolge zu nennen.

Foto: Gregor Sindl

Der eSport Verband Österreich wird auch heuer wieder Vertreter unseres Landes zu den Weltmeisterschaften des IeSF senden, die Österreich auf der internationalen eSport Bühne repräsentieren werden. Die Hoffnungen sind groß - so möchte man doch an den Leistungen der letzten Jahre anknüpfen.

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