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21.09.2017 - 18:07
Foto: dpa/Arno Burgi

Schulbeginn: Fördern statt überfordern!

09.09.2017, 15:45

In unserer Gesellschaft zählen Leistung und Erfolg. Kein Wunder, dass Eltern versuchen, ihr Kind frühzeitig zu fördern, um ihm für später alle Chancen zu eröffnen. Doch allein schon mit der Einschulung kommt auf den Taferlklassler viel Neues zu, etwa stundenlanges Sitzen und Reizüberflutung durch viele parallele Impulse.

Um den Schulanfang rundum förderlich zu gestalten, sind Bewegungspausen und Ruhezeiten gefragt. Mit Sport und Bewegung sorgen Eltern für einen gesunden physischen Stressabbau. Ein Zuviel an Förderung bringt jedoch nichts. Es könnte dadurch ein übertriebener Ehrgeiz entstehen, sodass der Spross nicht mehr mit sich zufrieden ist. "Wir demütigen den Nachwuchs, wenn wir seine Leistungen nur auf die in der Schule erzielten Noten reduzieren. Immer mehr Eltern verstehen sich als Manager und Trainer ihrer Kinder", warnt der deutsche Neurobiologe Gerald Hüther. Das schadet der Beziehung.

(Symbolbild)
Foto: APA/HARALD SCHNEIDER

Überfordern Sie Ihr Kind nicht verbal. Verzichten Sie auf Äußerungen wie "Das solltest du längst können!" oder Vergleiche wie "Sophie rechnet viel schneller als du!". Gestalten Sie die Förderung spielerisch und passen Sie das Tempo Ihrem Kind an. Mittlerweile gibt es ein breites Spektrum an Lernspielen für alle Sinne.

Ihr Spross gibt die Richtung vor

Regen Sie den Dreikäsehoch an, es immer wieder zu versuchen. Freuen Sie sich gemeinsam, wenn ihm etwas gelingt. Erkennen Sie aber auch schon sein intensives Bemühen an, selbst wenn das Ergebnis nicht das Gewünschte ist. Musik- oder Sprachkurse sollen Spaß machen. Fühlt sich der Schüler gehetzt, dann ist es ihm zu viel. Kinder brauchen Muße, ungeplante Zeit zum Spielen - und gelassene Eltern, die sie träumen lassen.

Kronen Zeitung

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