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26.07.2017 - 10:46
Foto: Instagram.com/queen_saks

Tipps für einen plastikfreien Alltag - so geht's!

08.04.2017, 16:00

Aus dem täglichen Alltag und Gebrauch ist es kaum wegzudenken. Der Großteil aller Gegenstände, die uns umgeben, enthält Plastikpartikel, die Umwelt und Gesundheit gleichermaßen belasten. Wie auch Sie es schaffen, mit weniger Kunststoff und Co. umweltfreundlicher zu leben.

Plastik ist ein enormes Umweltproblem, da es auf der Ressource Erdöl basiert und nicht biologisch abbaubar ist. Und doch umgibt es uns permanent, auch wenn es nicht immer mit bloßem Auge erkennbar ist.

(Mikro- )Plastik macht uns das Leben schwer

Als Mikroplastik werden Plastikpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern bezeichnet. Sie entstehen entweder durch den Zerfall größeren Mülls oder werden bereits in kleiner Größe industriell hergestellt. So können Sie teils ungehindert Kläranlagen passieren und gelangen über Abwasser, Wind oder Regenwasser in die Luft und damit auf Felder, in Seen, Flüsse und Meere und damit in sensible Ökosysteme. Insgesamt gelangen nach Schätzungen jedes Jahr weltweit 13 Millionen Tonnen Plastik ins Meer - circa 15 bis 31 Prozent davon sind winzige Plastikpartikel.

Plastik im alltäglichen Gebrauch

Mikroplastik enthält Schadstoffe, zum Beispiel Weichmacher und Flammschutzmittel. Und doch ist es überall zu finden, auch im eigenen Haushalt: In synthetischer Kleidung, Kunststoffverpackungen, Kosmetika und Make- Up wie Zahncremes, Lippenstift oder Peelings, in Autoreifen, Töpfen, Spielzeug, Schreibwaren, etc.

Das regt zum Nachdenken an. Immer mehr Menschen beschließen, aufgrund umwelttechnischer und gesundheitlicher Bedenken, Plastik im Alltag zu reduzieren oder gänzlich darauf zu verzichten. Sie wollen Ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern und Ihren Plastikkonsum ebenso eindämmen?

Mit diesen Tipps gelingt der Einstieg garantiert:

  • Kaufen Sie Lebensmittel möglichst frisch und unverpackt, z.B. auf Märkten oder im Biogeschäft. Nehmen Sie zum Einkauf Stoffbeutel für Obst oder Gebäck und Mehrweggläser für z.B. Joghurt mit. Meiden Sie Fertiggerichte.
  • Viele andere Lebensmittel, wie Ketchup, Senf, Joghurt oder Brot, oder Haushaltsartikel wie Taschentücher, Seife und Co., können Sie auch in alternativen, nur geringfügig teureren Verpackungen - z.B. Glas oder Karton - kaufen. Halten Sie die Augen offen!
  • Sagen Sie beim Einkauf von Kleidung und Co. Nein zum - fast immer - angebotenen Plastiksackerl. Nehmen Sie stattdessen immer Ihren eigenen Stoffbeutel mit.
  • Apropos: Auch viele Kleidungsstücke enthalten Kunststoff, der mit jedem Waschgang kleinste Partikel in den Wasserkreislauf transportiert. Textilien aus Naturmaterialien, wie Leinen, Hanf oder Soja, belasten die Umwelt hingegen kaum.
  • Mineralwasser können Sie auch in Glasflaschen kaufen, wenn Sie auf dieses nicht verzichten wollen. Für unterwegs lohnt sich die Anschaffung von Trinkflaschen aus Edelstahl oder auch eine Thermoskanne. Für Wassersprudler gibt es mittlerweile Glaskaraffen zu kaufen.
  • Wieso das Frühstückssemmerl in Alufolie oder Frischhaltefolie einpacken? Greifen Sie auf kleine Papiersackerl oder wiederverwendbare Dosen aus Edelstahl zurück. Diese sind nicht nur leicht, sondern oft auch antibakteriell. Wer ganz hip ist, kann sich auch Bentoboxen anschaffen, um sein Mittagessen umweltfreundlich zu transportieren.
  • Wer auf Softdrinks nicht verzichten möchte, kann Obst selbst zu Fruchtsäften verarbeiten oder Sirup oder Wasserkefir selbst herstellen. Wem das zu kompliziert ist: Einfach beim nächsten Hofladen am Bauernhof vorbeischauen!
  • Den Kaffee am Morgen wollen wir Ihnen keinesfalls ausreden - aber umweltfreundlicher gestalten: Doch verzichten Sie in der Kantine doch einmal auf den obligatorischen Becher aus Pappe mitsamt Plastiklöffel, indem Sie einfach Ihr eigenes Kaffeegeschirr einpacken.
  • Haushaltswaren und Schreibutensilien gibt es auch in langlebigen Materialien wie Porzellan, Metall oder Holz zu erwerben. Lassen Sie sich vom Fachhändler beraten, wenn Sie unsicher sind und achten Sie auf spezielle Kennzeichnungen, wie z.B. "BPA frei".
  • Gefäße, Schachteln und Co., die sich durch Ihre Einkäufe ansammeln, lassen sich hervorragend zur Aufbewahrung diverser Kleingegenstände nutzen. Buntstifte können Sie in leeren Schraubgläsern aufbewahren, anderes Kleinzeug in stapelbaren Tontöpfen mit Deckel verstauen.
  • Kinderspielzeug gibt es ebenso in umweltfreundlichen, nachhaltigen Naturmaterialien zu kaufen. Dieses ist zwar meist etwas teurer, hält dafür aber auch ein Leben lang - und erfreut irgendwann auch noch Ihre Enkelkinder!
  • Auch können Sie jederzeit neue Einsatzzwecke für bereits vorhandenes Plastik suchen - und Gegenstände so noch länger nutzen.

Fangen Sie mit der Umstellung langsam an

Natürlich sollten Sie nicht sofort alle Gegenstände aus Plastik verbannen oder wegwerfen, doch bei einer Neuanschaffung lässt sich eine plastikfreie Variante allemal andenken. Der Kochlöffel aus Plastik weicht einem Modell aus Holz, der Wasserkocher einer plastikfreien Variante, Pfanne und Kuchenformen werden wieder aus gutem altem Emaille besorgt. So gelangen keine Giftstoffe, wie z.B. Bisphenol A oder Weichmacher wie Phthalate, mehr in Ihr Essen - und gleichzeitig schonen Sie die Umwelt!

Überlegen Sie auch: Auf welche Gegenstände können Sie vielleicht komplett verzichten? Brauchen Sie Strohhalme wirklich? Erfüllt eine Holzzahnbürste auch ihren Zweck? Können Shampoo, Handseife und Co. aus dem Plastikspender auch einem Stück Seife weichen und Papierservietten aus Stoff angeschafft werden?

Mittlerweile können fast alle Artikel auch in einer plastikfreien Version gekauft werden, oft sind diese dazu auch noch vegan oder bio produkziert. Plastikfrei einkaufen können Sie z.B. HIER ,  HIER   oder auch HIER .

Redakteurin
Mara Tremschnig
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