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19.09.2017 - 22:36
Foto: thinkstockphotos.de

Fast jeder Pilz hat einen giftigen Doppelgänger!

12.09.2017, 06:00

Das sprichwörtliche Schwammerlgulasch, in dem sich ein giftiger Pilz verbirgt, wird leider jeden Herbst für so manchen Sammler zur tatsächlichen Gefahr. Denn ungenießbare Doppelgänger beliebter Pilzarten sind häufig.

Wussten Sie etwa, dass die Kombination mit Alkohol bei einigen Pilzarten gesundheitsschädlich sein kann? Oder, dass man nur auf Schwammerlsuche gehen soll, wenn man danach auch noch Zeit hat, die "Beute" gleich frisch zu verarbeiten? Die meisten Arten sind zudem nicht für den ungekochten Verzehr geeignet.

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Schweißausbruch können Hinweise auf eine Pilzvergiftung sein. Schwindel und Kreislaufprobleme bis hin zu Halluzinationen sind ebenso häufige Anzeichen wie Herzrasen, Zittern oder Atemprobleme. Die Symptome treten mitunter unmittelbar nach dem Verzehr auf, manchmal aber auch erst Stunden oder gar Tage nach der gefährlichen Mahlzeit, wie DIE JOHANNITER  berichten. Bei Verdacht sofort einen Arzt kontaktieren oder in ein Krankenhaus fahren! "Hausmittel gegen eine Pilzvergiftung gibt es nicht", rät Dr. Gabriele Lerche, Chefärztin bei den Johannitern von Selbsthilfe- Maßnahmen ab. In keinem Fall sollten Betroffene durch den berühmten Finger in den Hals oder Einnehmen von Salzwasser versuchen, Erbrechen herbeizuführen. Auch Milch ist kein Gegenmittel, sondern kann die Giftaufnahme in manchen Fällen sogar beschleunigen. Das gilt ebenso für Alkohol, z.B. Schnaps.

Nach Auftreten der Beschwerden nichts mehr essen und trinken, Pilz- oder Speisereste sichern und zur Untersuchung mitnehmen (eventuell auch Erbrochenes). Wie viel Zeit ist zwischen dem Essen und den Symptomen vergangen? Eine wichtige Information für den behandelnden Arzt. Vergiftungsinformationszentrale: Notruf 0-24 Uhr: +43 1 406 43 43

Karin Podolak, Kronen Zeitung


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