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29.06.2017 - 00:51
Foto: Gerhard Bartel, thinkstockphotos.de

Sie stellen Fragen - Experten antworten

14.04.2017, 17:00

Unsere Leser haben jede Woche die Möglichkeit, sich mit medizinischen Fragen per E- Mail  an die Gesundheitsredaktion der "Krone" zu wenden. Wir leiten die Anfragen an kompetente Fachleute aus allen Heilberufen zur Beantwortung weiter.

Bisswunde

Stefan I. (79): "Ich habe mich vor vielen Monaten in die Wange gebissen. Bis heute leide ich noch immer an Schmerzen. Nach einigen Untersuchungen auch bei Hautärzten wurde mir die Salbe Solcoseryl verschrieben. Weiters erhielt ich den Rat, drei Mal am Tag mit Salbei- Eibisch- Tee zu spülen. In der Apotheke wurden mir Tantum Verde, Mundisal- Gel, Sonnen Moor und noch einiges empfohlen. Leider blieb alles ohne Erfolg. Ich bitte um einen guten Rat!"

Nachdem schon wirklich viel ausprobiert wurde, rate ich Folgendes: Verwenden Sie bitte nicht zu viele Spüllösungen und Salben gleichzeitig! Das könnte nämlich einen natürlichen Heilungsprozess unter Umständen verzögern. Sollten Sie Prothesenträger sein oder vor nicht allzu langer Zeit eine neue zahntechnische Versorgung erhalten haben, so muss das vom Zahnarzt überprüft werden. Es könnte sein, dass Sie sich beim Kauen immer wieder neu verletzen.

Heilen solche Wunden nicht innerhalb von 14 Tagen ab, rate ich zu einer Gewebeentnahme (Biopsie) aus der Wangenschleimhaut im Bereich der Verletzung. Daraus ergibt sich dann eine genaue Diagnose, die eine gezielte Behandlung möglich macht.

Dr. Alfred Zuber
Facharzt für Zahnheilkunde, Implantologe, aus Klosterneuburg (NÖ).
Informationen: ordi@zuber.at, www.zuber.at

Reflux ohne Sodbrennen?

Manfred T. (43): "Bei mir wurde ein sogenannter Barrett- Ösophagus festgestellt. Ich habe also Reflux, aber keinerlei Beschwerden"

Das Fehlen von Sodbrennen sagt bei dieser Krankheit nicht, dass kein Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre stattfindet. Es fehlen lediglich die Symptome. Wird die Situation nicht erkannt, kann es zur Entwicklung von Krebs kommen, der dann erst in fortgeschrittenem Stadium (etwa Schluckbeschwerden) entdeckt wird. Was zu tun ist: Regelmäßige Kontrollen mittels Spiegelung (Endoskopie), um eine Entwicklung in Richtung Krebs durch Gewebeproben rechtzeitig erkennen zu können. In welchem Abstand diese Kontrollen durchgeführt werden sollten, entscheidet der Arzt.

Prof. Dr. Johannes Miholic
Facharzt für Chirurgie in Wien.
Informationen: www.miholic.at


Diagnose Lipödem

Anneliese R.: "Meine 24- jährige Enkelin leidet am sogenannten Lipödem. Sie hat sich wegen starker Schmerzen und immer dicker werdenden Beinen schon einmal Fett absaugen lassen. Aber ohne Stützstrümpfe schwellen ihr die Beine vor allem bei warmem Wetter nach wie vor stark an. Jetzt hat sie Angst vor dem Sommer. Gibt es irgendeine finanziell erschwingliche Methode, um das Problem doch endlich in den Griff zu bekommen?"

Ich verstehe die Sorge über diese Situation. Das Lipödem kann sowohl hinsichtlich der Beschwerden als auch der Lebensqualität äußerst unangenehm sein! Die seinerzeitige Fettabsaugung (Liposuction) war sicher nicht radikal genug, um Beschwerdefreiheit zu erzielen. Man muss wirklich alle betroffenen Fettdepots entfernen! Nach dem heutigen Stand der Technik genügen 2 bis 3 Sitzungen ambulant unter örtlicher Betäubung und im Dämmerschlaf (Sedoanalgesie). Danach ist mit einem Krankenstand von 2 bis 3 Wochen zu rechnen.

Leider gibt es bis jetzt noch keine konservative medikamentöse Therapie, um das Krankheitsbild völlig zu beseitigen. Kurzfristige Linderung können Lymphdrainagen, die angesprochenen Kompressionsstrümpfe und Kuraufenthalte bringen. Es gibt hier spezielle Lymphkliniken etwa in Wolfsberg und Walchsee. Aber auch diese Maßnahmen können das krankhafte Wachstum der Fettzellen nicht stoppen.

Bedauerlicherweise wird diese schicksalhafte, weil genetisch bedingte Fettsucht von den Sozialversicherungen kaum anerkannt. Dabei hat dieses Leiden mit selbst verschuldetem Übergewicht gegen das medizinische Leistungen kostenlos angeboten werden nichts zu tun! Ich kann also abschließend nur zu einer nochmaligen, gründlichen Fettabsaugung raten, die natürlich mit Kosten verbunden ist.

Dr. Matthias Sandhofer
Hautfacharzt, Zentrum für Lipödeme, Venen und Ästhetik aus Linz.
Informationen: 0732/79 76 56, www.sandhofer.at

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