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19.09.2017 - 22:37
Foto: ©Picture-Factory - stock.adobe.com

Versteckte Sehfehler erschweren Schulstart

13.09.2017, 06:00

Für 88.500 österreichische Taferlklassler hat nun ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Kann sich Ihr Kind nur schwer konzentrieren und im Turnunterricht den Ball nicht fangen, ist das womöglich ein Zeichen dafür, dass es schlecht sieht. Rasch mit ihm zum Sehtest!

"Viele Sehfehler fallen erst in der Schule auf", so Markus Gschweidl, Bundesinnungsmeister der Augenoptiker. "Denn dann ist das Kind gefordert, auf Tafel und Schulheft zu blicken, also zwischen nahen und weiten Distanzen zu wechseln."

Dass junge Sprösslinge weitsichtig sind, ist nichts Ungewöhnliches. Im Laufe der Kindergartenjahre reduziert sich diese Fehlsichtigkeit. Auffällig ist aber, wie sehr die Kurzsichtigkeit (Myopie) zugenommen hat. Gschweidl erklärt das so: "Die Kleinen sollten sich täglich eine Stunde im Freien aufhalten. Heute verbringen sie aber viel Zeit vor dem Bildschirm, Handys oder Tablets." Ihr Blick richtet sich zu oft auf kurze Distanzen, was das Risiko der Myopie verstärkt.

"Wird im Zuge eines Sehtests eine Fehlsichtigkeit festgestellt, muss sie unbedingt korrigiert werden", rät der Augenoptiker. Erst mithilfe einer Brille kann das Kind wieder scharf sehen. Worauf Eltern achten sollten:

  • Sie sollte genau sitzen und exakt zentriert sein, d.h. der optische Mittelpunkt der Gläser muss mit den Sehachsen der Augen zusammenpassen. Das muss vom Augenoptiker gemessen werden. Ansonsten hat der Nachwuchs statt scharfer Sicht Kopfweh oder Schwindelgefühle.
  • Gehen Sie davon aus, dass Ihrem Kind auch einmal der Sehbehelf verbogen wird, oder es mit dem Roller drüberfährt. Die Investition in eine qualitativ hochwertige, bruchsichere, aber auch leichte Fassung lohnt sich daher.
  • Nur eine Brille, die angenehm sitzt, wird auch getragen. Spezialbügel, weiche Nasenstege und Kunststoffüberzüge helfen dabei. Außerdem das Kind die Farbe aussuchen lassen.

Monika Kotasek- Rissel, Kronen Zeitung

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