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25.05.2017 - 09:17
Foto: Studiocanal

"7 Minuten nach Mitternacht" kommt das Monster

03.05.2017, 09:17

Viele Kinder erfinden imaginäre Freunde. Als Spielgefährten, als Komplizen, als Beschützer. In "Sieben Minuten nach Mitternacht" (Kinostart: 5. Mai) malt sich ein Zwölfjähriger in seiner Fantasie ein Monster aus - um nicht weniger als den nahenden Tod seiner Mutter zu verarbeiten.

Es ist stets genau sieben Minuten nach Mitternacht, wenn Conor (Lewis MacDougall) schweißgebadet aufwacht. Das geträumte Schreckensszenario ist immer dasselbe: Am Friedhof vor seinem Fenster tut sich urplötzlich ein gigantisches Erdloch auf, seine Mutter (Felicity Jones) verliert den Boden unter den Füßen und greift im Fall nach Conors Hand. Wenige Sekunden kann er sie halten, doch dann entgleitet sie ihm und stürzt in die Tiefe.

Der Albtraum kommt nicht von ungefähr, mutet Conors Leben doch gerade als solcher an. Tag für Tag sieht er mit an, wie seine krebskranke Mutter schwächer wird, wird er von einer Gruppe älterer Mitschüler verprügelt und findet er sich zunehmend unter der Fuchtel seiner wenig mitfühlenden Großmutter (Sigourney Weaver). Bei der zieht er dann auch widerwillig ein, als seine Mutter zurück ins Spital muss und sein Vater (Toby Kebbell) ihm eröffnet, ihn nicht zu seiner "neuen" Familie mit nach Los Angeles zu nehmen.

Dementsprechend ablehnend reagiert Conor, als sich eines Nachts - freilich um 0:07 Uhr - der alte, riesige Baum unweit seines Hauses in ein Monster verwandelt und durch sein Fenster zu ihm spricht. Ob Realität oder Fantasie - die polternde Kreatur lässt sich nicht abschütteln. Drei Geschichten über die Komplexität des Menschsein und des Lebens wird ihm der weise Gigant mit der sonoren Stimme in den Folgenächten erzählen und Conor damit zur vierten Geschichte, "seiner Wahrheit" führen...

Redaktion
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