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Foto: Filmladen

"Alles unter Kontrolle"? Von wegen!

03.05.2017, 09:16

Eigentlich klingt der Stoff alles andere als lustig. Im neuen Film von Philippe de Chauveron ("Monsieur Claude und seine Töchter") geht es um französische Grenzpolizisten, die Flüchtlinge in deren Heimatland abschieben und sie auf der Reise dorthin begleiten. Chauveron, der ein Faible für kuriose Geschichten hat, macht daraus eine Komödie. Am 5. Mai startet "Alles unter Kontrolle" im Kino.

Im Film haben die Grenzpolizisten am Ende natürlich rein gar nichts unter Kontrolle - was für den Zuschauer durchaus amüsant ist. In der Hauptrolle des ehrgeizigen Polizisten José Fernandez, der bisher jeden Flüchtling ohne Probleme zurück in seine Heimat befördert hat, ist ein alter Bekannter zu sehen: Ary Abittan spielte bereits einen der Schwiegersöhne in Chauverons Erfolgsfilm "Monsieur Claude und seine Töchter".

Auch Medi Sadoun, der nun den renitenten Flüchtling Karzaoui verkörpert, war darin als Schwiegersohn zu sehen. "Normalerweise schreibe ich zuerst das Drehbuch und suche danach die Schauspieler, in diesem Fall war es andersherum", räumte der Regisseur in einem Interview ein.

Als zu schwer für eine Komödie betrachtet er den Stoff nicht. "Ich habe bisher nur Komödien gemacht, daher war es klar, dass ich mich dem Thema humoristisch nähere", sagt er. "Wir alle sind zu einem gewissen Teil Migranten oder wir könnten es werden, denn eines Tages werden es vielleicht wieder die Europäer sein, die nach Afrika fliehen müssen. Darum ging es mir auch in dem Film."

Das sieht dann so aus: Polizist José Fernandez - selbst ebenfalls Zugezogener in Frankreich - muss ein letztes Mal nach Kabul, um den straffälligen Karzaoui in sein Heimatland abzuschieben. Wenn das klappt, wird er zu einer Spezialeinheit befördert. Es gibt aber ein Problem: Karzaoui war zuletzt mit falscher Identität unterwegs und wird nun irrtümlicherweise abgeschoben.

Als der Flieger nach Kabul auf Malta notlanden muss, wittert der seine Chance und sucht - angekettet an einen Heizkörper - das Weite. Eine chaotische Verfolgungsjagd beginnt. Immer wenn es scheint, als habe Fernandez wieder alles unter Kontrolle, nimmt die Handlung eine Wendung und Karzaoui entwischt erneut.

Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre: Parallel dazu versucht Fernandez, seine Frau zurückzugewinnen. Die hat ihn rausgeworfen, weil er bei einem anderen Auftrag einen feucht- fröhlichen Abend mit zwei Stewardessen in einem Hotel verbracht hat. Nur so viel sei verraten: Es folgen Drogenexzesse, eine Liebeserklärung, ein brennendes Boot und ein Aufenthalt in einem Flüchtlingslager. Und am Ende scheint doch wieder alles offen.

Redaktion
krone.at
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