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30.05.2017 - 03:38
Foto: AP/Mick Tsikas, AP/Alex Brandon

Trumps Medienschelte ergibt "nicht viel Sinn"

17.02.2017, 11:42

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull hat US- Präsident Donald Trump Nachhilfe im Umgang mit den Medien gegeben. "Winston Churchill hat einmal gesagt: Politiker, die sich über Zeitungen beschweren, sind wie Seefahrer, die sich über das Meer beschweren", sagte Turnbull bei einer Pressekonferenz während eines Besuchs in Neuseeland.

Trumps Kritik ergebe "nicht viel Sinn", er müsse sich mit der Beobachtung durch die Presse abfinden. "Wir müssen unsere Botschaft unter die Leute bringen und wir danken Ihnen allen in den Medien für Ihre freundliche Aufmerksamkeit", fügte Turnbull mit einem Lächeln hinzu.

Trump hatte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz  erneut gegen die Medien ausgeteilt. Er warf ihnen vor, "Fake News" über geheime Verbindungen seiner Regierung nach Moskau zu verbreiten und beschuldigte einen Großteil der Presse, in einem Tonfall des "Hasses" über ihn zu berichten.

Foto: The Associated Press

Bereits bei erstem Telefonat aneinandergeraten

Turnbull und Trump waren kurz nach dem Amtsantritt des neuen US- Präsidenten wegen eines bilateralen Flüchtlingsabkommens aneinandergeraten . Die Vereinbarung, die noch unter Trumps Vorgänger Barack Obama geschlossen worden war, sieht vor, dass die USA rund 1600 Flüchtlinge aufnehmen, die von den australischen Behörden unter miserablen Bedingungen in Lagern auf den Pazifikinseln Manus und Nauru interniert wurden.

Bei einem Telefonat mit dem australischen Premierminister soll sich Trump über das Abkommen erbost haben. Via Twitter beschwerte er sich anschließend über diesen "dämlichen Deal". Turnbull betonte seitdem aber mehrfach, dass die Beziehungen zum Verbündeten USA weiterhin stabil seien.

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