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20.07.2017 - 22:54
Foto: Haddaway

Haddaway: "Die Musik in den 90ern war besser"

11.03.2017, 08:00

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn steigt die Stimmung gemeinsam mit den Temperaturen nach oben - was würde dazu besser passen, als einfach einen Abend zwanglos durchzutanzen? Möglich ist das am 24. März in der Wiener Stadthalle, wenn bei "It's My Life - The 90's Concert" Legenden wie La Bouche, Los Del Rio oder Haddaway die 90er- Jahre zurückbringen. Superstar und "What Is Love"- Hitlieferant Haddaway stand uns im Vorfeld Rede und Antwort, reflektierte seine einzigartige Karriere und sprach hymnisch über seine große Liebe und Wahlheimat Österreich.

"Krone": Haddaway, am 24. März bist du Teil von "It's My Life - The 90's Concert" in der Wiener Stadthalle. Was darf man sich von dir erwarten und worauf freust du dich selbst am meisten?
Haddaway: Ich mache meine Auftritte mit demselben Engagement wie in den 90ern, also die Besucher werden zu 100 Prozent den Haddaway von damals sehen. Darauf freue ich mich selbst.

Mit La Bouche und Los Del Rio sind auch altbekannte Genre- Kollegen von dir am Start. Ist das für dich so etwas wie ein Familientreffen, wo man sich über die frühen Zeiten unterhält und die Vergangenheit reflektiert?
Absolut, es ist wirklich wie ein Familientreffen. Wir haben aber über die Jahre immer Kontakt gehalten. Mit manchen mehr, mit anderen weniger. Mit Dr. Alban telefoniere ich regelmäßig, er ist ein enger Freund.

Vor allem Anfang bis Mitte der 90er- Jahre war Eurodance in Europa und speziell auch hier in Österreich eine der beliebtesten und erfolgreichsten Musikrichtungen. Blickst du, nun rund ein Vierteljahrhundert später, nostalgisch darauf zurück?
Es war damals fantastisch, Teil dieser Sache zu sein und ich fühle das noch immer so. Die Musik der 90er ist einfach besser als die Musik von heute. Es hat ja einen Grund, warum das Ganze jetzt wieder zurückgekommen ist.

Die sogenannten 90s- Partys florieren mittlerweile allerorts, vor allem in der Slowakei oder Tschechien gibt es schon länger Konzerte mit den Größen dieses Bereichs. Worauf fußt diese wiedergewonnene Popularität deiner Meinung nach?
Wie gesagt, es ist wie bei jedem Trend. Die guten Sachen kommen zurück. Viele fühlen sich in ihre Jugend zurückversetzt und sei es nur für einen Abend. Wer will das nicht?

Wie kann man sich deine Hochzeiten vorstellen, als du 1993 mit "What Is Love" durch die Decke gegangen bist? Der Song war ein Welterfolg, der dich nicht nur hierzulande, sondern auch in den USA oder Großbritannien groß machte…
Dieser Song war ein absoluter Türöffner und ich bin sehr dankbar für alles. Damals war ich noch sehr jung, aber immer sehr diszipliniert. Wenn man das rückblickend betrachtet, war es auch sehr crazy, ich lache oft wenn man mir Fotos von früher zeigt. Es war einfach eine supercoole Zeit und bei den Künstlern war ein bisschen mehr Spirit vertreten als heute. Heute haben die Buchhalter das Entertainment- Biz übernommen.

In einem Interview mit RTL hast du einmal gesagt, wenn du diesen Song hörst, würdest du oft gerne weggehen. Hat sich deine Beziehung dazu gebessert? Immerhin trittst du damit oft live auf…
Echt? Das habe ich gesagt? Frank Sinatra hat "My Way" Tausende Male gesungen, warum sollte ich ein Problem mit meinem Song haben? Ich performe ihn immer noch gerne und verbinde sehr viel Positives damit.

Du hattest daraufhin noch einige Jahre lang viele Hits im Talon, konntest aber nie wieder ganz an den Toperfolg dieses Songs anknüpfen. Hat dich das manchmal über deine Musikkarriere grübeln lassen?
Gar nicht, ich bin in so vielen Bereichen aktiv und Musik habe ich immer schon gerne gemacht. Ich singe auch in einem vollen Aufzug einfach los (lacht). Ende März kommt was Neues raus, da könnt ihr mal gespannt sein. Aber ich mache mir keinen Druck in dieser Sache. Ich bin gerne auf der Bühne und das funktioniert nach wie vor gut. Weltweit!

Gerade im Eurodance- Bereich gab es viele sogenannte "One- Hit- Wonder". Wie wir heute sehen, haben sie aber fast alle den "Test Of Time" bestanden. Ist die heutige Popularität eine gewisse Genugtuung den Kritikern gegenüber?
So etwas wie Genugtuung empfinde ich nicht, denn dann müsste ich ja vorher ein schlechtes Gefühl gehabt haben. Das hatte ich nie, denn ich bin immer zu 100 Prozent zu dem gestanden, was ich gemacht habe. Oft werde ich wegen den Modesünden der 90er ausgefragt, da lache ich nur drüber.

Was waren die größten Style- Todsünden, die du begangen hast?
Siehst du, die Modefrage bekomme ich immer. Das war damals halt einfach der Style und es war nicht so eintönig wie heute. Ich habe noch nie eine Style- Sünde begangen und finde die Fotos von früher einfach witzig. Aber schämen würde ich mich nie. Man denkt sich eher: "Wahnsinn, so jung" und "Herrliche Zeit". Heute würde ich das nicht mehr anziehen, man entwickelt sich schon weiter.

Wie würdest du einem der vielen jungen Fans, die am 24. März in die Stadthalle strömen werden, die Zeit deines Erfolgs und des Erfolgs von Eurodance allgemein erklären? Was machte diese Ära so besonders, woran erinnerst du dich besonders gerne zurück?
Es war einfach wirklich gute Musik. Und wenn etwas gut ist, ist es auch erfolgreich. Das kann man nicht erklären, sonst würde es ja beliebig oft wiederholbar sein, nur ist es das eben nicht. Es muss alles stimmen und man muss sehr hart dafür arbeiten. Alle glauben immer, du hast einen guten Song und alles ist in Butter. Aber dass ich 25 Jahre später immer noch auf der Bühne stehe und singe, hat mit viel Arbeit zu tun. Ich habe viele Kollegen an dem Erfolg zerbrechen sehen… Die wären heute gar nicht mehr in der Lage vor Menschen auf einer Bühne zu stehen und gute Unterhaltung zu liefern. Ich erinnere mich einfach gerne an den Spirit dieser Zeit…

Du lebst schon seit einigen Jahren in Kitzbühel. Was hat dich hierher verschlagen und was gefällt dir dort und allgemein an Österreich so besonders gut?
Ich war mit meinen Eltern früher oft in der Gegend und ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Kitzbühel ist die perfekte Stadt für mich, man ist in der Natur aber auch schnell in München oder Salzburg. Auch runter ans Meer geht es schnell und es ist ein guter Ausgleich, weil ich sehr viel unterwegs bin. Österreich ist einfach ein guter Platz. Man kann sich glücklich schätzen, hier wohnen zu können.

Vor drei Jahren bist du beim Nova Rock Festival aufgetreten. Wie kam es dazu und könntest du dich auch auf ganz anderen, stilistisch völlig anders gepolten Festivals vorstellen?
Das war eine witzige Idee und ich habe da mal zugesagt. Aber dabei wird es auch bleiben…

Viele Menschen suchen bewusst nach wärmeren Gefilden oder sommerlichen Gegenden - du bleibst lieber im österreichischen Winterparadies…
Ich bin ständig unterwegs, Dubai, Karibik, etc... Also ich habe schon genug Wärme und Sonne um mich. Aber die Schönheit der Berge ist mit nichts zu vergleichen. Wir hatten heuer einen fantastischen Winter und ich gehe so oft wie möglich Skifahren. Wusstest du, dass ich sogar ausgebildeter Skilehrer bin? Der Wechsel der Jahreszeiten ist sehr wichtig, ist doch schön sich auf den Frühling zu freuen.

Hast du es eigentlich noch Lust darauf, neue Songs und Alben rauszubringen? Du wirst es aufgrund der Tantiemen nicht mehr nötig haben…
Ich bin ein richtiges Arbeitstier und wenn du mich so fragst... "nötig" hätte ich es nicht mehr. Aber ich mache es gerne und darum geht es ja im Leben. Ich bin auf vielen Gebieten aktiv, nicht nur mit der Musik. Es wird einen neuen Song geben, aber mehr verrate ich noch nicht. Aber du bist der erste dem ich es erzählen werde (lacht).

Fühlst du dich manchmal unter Wert geschlagen, wenn man dich meist nur mit einem Song in Verbindung setzt?
Nein. Ich bin für manche "Mr. 'What Ls Love'", für andere der "Haddy aus Kitz" und für manche einfach ein Freund. Ich weiß ja selbst genau, wer ich bin und das reicht.

Am 24. März darf das Tanzbein geschwungen und nostalgisch auf die eigene Jugend zurückgeblickt werden, wenn in der Wiener Stadthalle neben Haddaway auch Eurodance- Legenden wie La Bouche, das Captain Hollywood Project, Layzee aka Mr. President oder Los Del Rio für Stimmung sorgen werden. Alle weiteren Infos und Karten gibt es unter 01/588 85- 100 oder unter www.ticketkrone.at .

Redakteur
Robert Fröwein
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