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21.08.2017 - 06:45
Foto: APA/Herbert Neubauer

Aufregung um "Erdogans Soldaten" beim Bundesheer

17.03.2017, 16:50

Nach dem "Krone"- Bericht über illegale Doppelstaatsbürger mit türkischen Pässen beim Bundesheer  ist die Aufregung groß. Kritiker sprechen von einer Unterwanderung: "Erdogans Soldaten werden von uns an der Waffe ausgebildet!" Wie viele dieser brisanten Fälle es gibt, kann nur schwer geschätzt werden.

Fakt ist, dass der Migrationsanteil steigt: Bei der Elitetruppe Garde ist beispielsweise jeder Vierte schon Muslim. Diese Treueformel müssen die rot- weiß- roten Präsenzdiener ablegen: "Ich gelobe, mein Vaterland, die Republik Österreich, und sein Volk zu schützen und mit der Waffe zu verteidigen. Ich gelobe, den Gesetzen und den gesetzmäßigen Behörden Treue und Gehorsam zu leisten (...) und mit allen meinen Kräften der Republik Österreich und dem österreichischen Volk zu dienen."

Foto: EXPA/Michael Gruber

Offenbar haben illegale türkisch- österreichische Doppelstaatsbürger die Treue aber nicht ihrem Vaterland, sondern ihrer alten Heimat bzw. dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geschworen. Wie berichtet, fiel im Verteidigungsministerium eine Häufung von Anträgen auf Dienstzeitbestätigung mit Rundsiegel bei den Militärkommanden auf.

"Krone"- Leser üben Kritik an illegalen Doppelstaatsbürgern beim Bundesheer:

Foto: APA/Herbert Neubauer

Auf Nachfrage kam die Antwort, dass man diese zur Vorlage an türkische Behörden benötige - wohl deshalb, weil sich die schwarzen Schafe unter den Soldaten mit Migrationshintergrund den mit zwölf Monaten doppelt so langen und aufgrund möglicher Einsätze gegen die PKK oder in Syrien viel härteren Militärdienst in der Türkei ersparen wollten.

Foto: APA (Symbolbild)

Drohte bei den brisanten Ermittlungen anfänglich noch eine Behördenposse - der Sprecher des Innenministeriums betonte, "eine Einladung zum Schlammringen in der Sandkiste nehmen wir nicht an" -, dürfte die Kooperation nun funktionieren. Jetzt warten die jeweiligen Ämter in den Ländern auf die Daten.

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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