Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
24.09.2017 - 17:37
Die "Bild"-Zeitung veröffentlichte ein Foto des Verdächtigen.
Foto: Bild, thinkstockphotos.de

Soldat konsultierte nach Festnahme in Wien Berater

04.05.2017, 14:21

Der deutsche Soldat Franco A. hat sich nach seiner vorübergehenden Festnahme auf dem Flughafen Wien im Februar an einen Rechtsberater des Kommandos Streitkräftebasis der Bundeswehr gewandt. Dieser wiederum erklärte in einem internen Schreiben an seinen Vorgesetzten am vergangenen Freitag, wie ihm Franco A. den Vorfall in einem E- Mail geschildert hatte.

Wie die dpa berichtet, will der Verdächtige in Wien zusammen mit einigen Kameraden den Offiziersball und im Anschluss noch "einige Bars" besucht haben. Auf dem Weg zu einer Bar habe er sich "in dem Gebüsch einer Grünanlage erleichtern müssen und dort eine Pistole aufgefunden" . Diese habe er in die Jackentasche gesteckt. Er sei so alkoholisiert und verkatert gewesen, dass er den Fund schlicht vergessen habe.

Erst vor der Sicherheitskontrolle im Flughafen habe er sich wieder daran erinnert. Um Probleme zu vermeiden, habe er die Pistole loswerden wollen und in einer Toilette versteckt. Wochen später sei er, weil ihm die Angelegenheit keine Ruhe gelassen habe, nochmals nach Wien geflogen, um die Sache zu "regeln".

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Ermittlungen wegen unerlaubtem Waffenbesitz

Er habe das Versteck in der Toilette aufgesucht und leer vorgefunden. Offensichtlich sei dort zwischenzeitlich ein Signalgeber angebracht worden, sodass er sich von Polizisten umringt sah. Bisher werde ihm nur unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Das inzwischen gelöschte E- Mail erhielt der Rechtsberater laut dpa im Februar. Nach Schilderung des Falles wollte A. demnach wissen, wie er seine schriftliche Einlassung (Stellungnahme im Zivilprozess) gegenüber der österreichischen Polizei formulieren sollte. Nachdem der Rechtsberater nun aus den Medien von der Festnahme von Franco A. erfahren hatte, sah er sich nach eigenen Angaben veranlasst, an seinen Vorgesetzten zu schreiben.

Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

"Sehr blumige" Schilderung

In dem Brief, den der Rechtsberater an den Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis, schickte, heißt es: "Die insgesamt sehr blumig und mit Liebe zum Detail dargebotene 'literarische' Schilderung erschien mir in zwei wesentlichen Punkten nicht glaubhaft. Zum einen, die angeblich aufgefundene Pistole in nüchternem Zustand in der Kleidung nicht bemerkt zu haben, zum anderen die - nicht mehr von Panik beherrschte - Situation Wochen später, die bei nur geringer Anstrengung zu der Überlegung hätte führen müssen, eine Übergabe der Waffe an Behörden zumindest vorher anzukündigen, wenn man schon deswegen eigens wieder nach Wien fliegt."

Franco A. kannte den Rechtsberater bereits aus den 2014 eingestellten Vorermittlungen zu seiner Abschlussarbeit, in der ein Gutachter rassistische und völkische Ideen festgestellt hatte .

Redaktion
krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum