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22.09.2017 - 21:01
Foto: stock.adobe.com

Unterwegs im Salzkammergut

09.09.2017, 14:38

Über 350 Kilometer führt der Berge- Seen- Trail durch Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark. In rund 20 Tagesetappen können Wanderer die idyllische Landschaft erkunden.

Nichts ist zu hören - bis auf leise Kuhglocken. Auch einige Pferde weiden auf den grünen Wiesen der Postalm. Die Stille ist herrlich - und das Panorama erst! Wolfgangsee, Schafberg und die Osterhorngruppe sind gut zu sehen - und das ganze Jahr über einen Besuch wert.

Auf der Postalm bei St. Gilgen am Wolfgangsee ist die Welt noch in Ordnung. Und die Luft einwandfrei. "Früher sind wir mit unserer Tochter fast jeden Tag heraufgekommen. Weil ihr die Luft gesundheitlich geholfen hat", erinnern sich Fremdenführerin Luzia Gamsjäger und ihr Mann Karl zurück, als sie bei ihrer Wanderung im größten zusammenhängenden Almgebiet Österreichs eine Pause einlegen.

Der Enzian blüht fast kitschig neben der historischen Postalm- Kapelle, wo sich die beiden niedergelassen haben. Wer will, kann sich dort ins Gästebuch eintragen - wer es nicht macht, bleibt als Besucher der Alm unerkannt.

UNERKANNT, WIE VIELE Wandersleute, die auf dem im Juni offiziell eröffneten Salzkammergut Berge- Seen- Trail unterwegs waren. Zahlen, wer den 350 Kilometer langen Weitwanderweg, der durch Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark führt, bereits in Angriff genommen hat, gibt es keine. Der Weg verbindet aber 35 Seen und wurde als Gemeinschaftsprojekt der Tourismusverbände, der Salzkammergut Tourismus- Marketing GmbH, des Österreichischen Alpenvereins und der Naturfreunde realisiert. Das Logo des Weitwanderwegs - ein Schwarzes "S" - ist auf allen gelben Schildern entlang der Etappen zu finden. Insgesamt sind es rund 20 Teilabschnitte, in denen der Weg zu bewältigen ist. Jeder der Abschnitte endet dort, wo auch Nächtigungsmöglichkeiten angeboten werden.

Der pensionierte Förster Gisbert Rabeder (78) hat alle Etappen erwandert, manche sogar mehrmals. "Bisher habe ich noch niemanden getroffen, der den gesamten Weg in einem durchmarschiert ist. Dafür müsste man drei Wochen Zeit, eine sehr gute Kondition und fast nur gutes Wetter haben. Sonst macht das schnell keinen Spaß mehr", verrät Rabeder. Petra Wieder vom Salzkammergut Tourismus Marketing weiß hingegen, dass sich immer wieder Abenteuerlustige mit viel Ausdauer über den Weg erkundigen - und ihn auch als Ganzes bewältigen: "Einmal hat eine Damen- Gruppe einer ihrer Freundinnen die Wanderung zum Geburtstag geschenkt. Die sind alles abgewandert und waren danach überglücklich."

WEIL DER WEITWANDERWEG ein Rundweg ist, kann man überall einsteigen. Wer alle Strecken zurücklegt, kommt von Gmunden über den Attersee nach St. Wolfgang, hinüber ins Mondseeland, nach Salzburg zum Fuschlsee. Weiter geht’s über den Wolfgangsee nach Bad Ischl. Wer noch Motivation hat, kann den Hausberg der Kaiserstadt, die Katrin, zu Fuß erklimmen. Alternativ kann man auch mit der 4er- Seilbahn hinauffahren.

Von der Katrin führt dann die längste Etappe des Wegs auf die Goiserer Hütte. Rund zehn Stunden Gehzeit muss man dafür einrechnen. "Das ist ein anstrengendes Stück", empfiehlt Rabeder, sich auf diese Etappe gut vorzubereiten. Hoch über Gosau wandert man dem Dachstein entgegen, kommt nach Hallstatt, wo es durchs Koppental weiter ins Ausseerland geht. Bei den Teilstücken sind neben alpinen aber auch flache dabei: "Diese eignen sich auch für Familien. Etwa von Bad Aussee nach Bad Mitterndorf geht man nur im Tal", weiß der 78- jährige Rabeder, dessen Lieblingsetappe jene von Gößl in Grundlsee zum Albert Appelhaus, das an der Landesgrenze zu Oberösterreich liegt, ist.

Dorthin gelangt man über die Tauplitzalm, von der aus der Weg weiter zum Offen- , zum Alm- , zum Laudachsee und damit zurück nach Gmunden führt. Dort hat sich zuletzt durch den Traunsee- Almtal- Wander(s)pass eine große Wander- Gemeinschaft gebildet. Initiator Hans Prangl lädt ein, verschiedene Hütten der Region zu besuchen und sich neben kulinarischen Stärkungen auch Stempel für den Wanderpass zu holen. Auch der Berge- Seen- Trail soll durch eine Art Sammel- System ergänzt werden. Wie, ist aber noch nicht fix.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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