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23.03.2017 - 01:13
Foto: facebook.com

Berliner Polizei stellt Kokosnuss- Kanone sicher

16.03.2017, 06:27

Die Berliner Polizei hat eine Kokosnuss- Kanone sichergestellt, die eine Gruppe von Studenten selbst gebaut hatte. Auf Facebook veröffentlichte die Behörde am Mittwoch Fotos der fünf Meter langen und zwei Meter hohen Metallkonstruktion. Alarmiert worden war sie von einem Hundebesitzer, der laut seinen Angaben vor rund zwei Wochen beinahe von einem Geschoss getroffen worden war.

Auf Facebook postete die Berliner Polizei: "Der Fall steckt dem Hundebesitzer, der uns vorletzte Woche dringend auf seiner Gassi- Runde zu einem Industriegelände in die Bessemerstr. in Schöneberg alarmierte, garantiert noch ganz schön in den Knochen."

Laut Angaben der Behörde war der 38- jährige Mann am 1. März gegen 20.30 Uhr mit seinem Hund unterwegs, "als es plötzlich laut knallte und einige Meter vor ihm ein kugelförmiges Geschoss - eine Kokosnuss, wie sich herausstellte - vor ihm vorbeiflog und in eine Laterne einschlug".

Weil der erschrockene Hundebesitzer daraufhin eine Gruppe von rund zehn Studenten beobachten konnte, die seinen Worten zufolge an einer Art Kanone herumhantierten, alarmierte er die Polizei. Die Kokosnuss- Kanone wurde am nächsten Morgen umgehend von Beamten sichergestellt, wie Bilder des Einsatzes dokumentieren.

Foto: Julian Charriere

Tonnenschweres Konstrukt entpuppt sich als Kunstprojekt

Ein Bericht des Magazins "Monopol"  brachte mehr Licht in die Sache: Demnach handelt es sich bei dem rund eine Tonne schweren Konstrukt um ein Kunstprojekt mit dem Titel "The Purchase of the South Pole", die der Schweizer Künstler Julian Charriere für die erste Ausgabe der Antarctic- Biennale gebaut hat. Dort sollte die Kanone Kokosnüsse abfeuern, die er von einer Reise zum Bikini- Atoll mitgebracht hatte, schrieb das Magazin. Die Antarctic- Biennale findet unter Schirmherrschaft der UNESCO ab Freitag in der Antarktis statt.

Kunst hin oder her: Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt jedenfalls wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. So skurril die Sache auch sei - es sei gefährlich und leichtsinnig gewesen, die Kanone ohne Sicherheitsvorkehrungen zu testen, hieß es von der Polizei.

Charriere rechnet nicht damit, dass er sein Werk rechtzeitig zu Beginn der Biennale zurückerhält. Die Prüfung des Falls durch den Staatsanwalt und eine Sonderkommision kann bis zu sechs Monaten dauern. "Die Beschlagnahmung fügt dem Werk nun eine ganz neue Dimension hinzu", so der 30- jährige Künstler gegenüber "Monopol". Er hofft nun, dass sie auf der nächsten Antarctic- Biennale in zwei Jahren zum Einsatz kommen kann.

Redaktion
krone.at
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