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23.06.2017 - 15:59
Foto: thinkstockphotos.de

Spinnen fressen bis zu 800 Mio. Tonnen Beute/Jahr

15.03.2017, 09:06

Spinnen fressen jedes Jahr zwischen 400 und 800 Millionen Tonnen Beutetiere. Mehr als 90 Prozent der getöteten Beutetiere sind Insekten und Springschwänze, das sind vor allem im Boden lebende Sechsfüßer, wie Zoologen der Universität Basel und der schwedischen Universität Lund herausfanden. Den Forschern zufolge bestätigt dies die große ökologische Bedeutung der Spinnen.

Zum Vergleich: Die menschliche Weltbevölkerung verzehrt nach Aussagen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) jährlich etwa 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch. Am ehesten ist die Fressleistung der Spinnen mit derjenigen der Wale in den Weltmeeren zu vergleichen, die auf 280 bis 500 Millionen Tonnen Beutebiomasse pro Jahr geschätzt wird.

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Spinnen gehören zu den artenreichsten und weitestverbreiteten räuberischen Tierarten. Viele Spinnen sind nachtaktiv oder leben gut getarnt in der Vegetation. Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise war es demnach bisher schwierig, ihren ökologischen Nutzen zu bewerten.

Wichtige natürliche Feinde der Insekten

"Durch unsere Berechnungen lässt sich erstmals global quantifizieren, dass Spinnen wichtige natürliche Feinde von Insekten sind", erklärte der Erstautor der Studie, Martin Nyffeler von der Universität Basel. Zusammen mit den übrigen Insektenfressern wie etwa Ameisen und Vögel trügen sie dazu bei, die Populationsdichte von Insekten deutlich zu reduzieren. Sie seien damit mitverantwortlich für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts der Natur.

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Besonders große Bedeutung haben Spinnen demnach in Wäldern und im Grasland, wo ihnen zahlreiche Forst- und Graslandschädlinge zum Opfer fallen. Im Gegensatz dazu sei die Insektenvertilgungsrate der Spinnen in Wüstengebieten, in der arktischen Tundra und in Kulturfeldern relativ niedrig, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "Science of Nature".

Redaktion
krone.at
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