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22.09.2017 - 21:14
Foto: AP, facebook.com, krone.at-Grafik

Pfefferspray auf Flucht verloren: Grizzly- Attacke!

07.09.2017, 06:09

Ein Jäger aus den USA wurde selbst zum Gejagten: Tom Sommer war gemeinsam mit einem Freund in den Wäldern von Montana auf Elchjagd, als ein Grizzly den Weg des Duos kreuzte. Die Männer liefen davon, doch das Tier verfolgte sie. Sommer verlor dabei seinen Pfefferspray, was ihn fast das Leben kostete - der Bär attackierte den Mann, der mit einer 41 Zentimeter langen Horror- Wunde am Kopf überlebte.

Die beiden Männer waren Montagfrüh mit Pfeil und Bogen auf der Jagd. Plötzlich stießen sie auf einen Grizzly, der sich gerade über seine Beute - einen Elch - hermachte. Die Entfernung betrug etwa zehn Meter. Die Jäger begannen sofort zu rennen - doch der Bär nahm sogleich die Verfolgung auf. Sommers Begleiter erwischte den Grizzly mit einem Pfefferspray, was den Verfolger kurz bremste. Als das spätere Opfer seinen eigenen Abwehrspray einsetzen wollte, rutschte ihm dieser aus der Hand, der Bär stürzte sich auf den Jäger. Eine Pistole, die der Mann für den Notfall dabeihatte, konnte er nicht mehr rechtzeitig ziehen.

"Ich konnte Knochen brechen hören"

Der Grizzly biss Sommer erst in den Oberschenkel und ging dann auf den Kopf los. "Ich konnte Knochen brechen hören", zitiert die "Bild" den Jäger. Nach nur etwa 25 Sekunden war die brutale Attacke vorbei - der Bär ließ von seinem Opfer ab. "Er hörte auf, mich zu beißen, und lief einfach wieder weg", so Sommer erleichtert. Der Mann trug eine 41 Zentimeter lange Kopfwunde davon. Sein Freund brauchte 15 Minuten, um die Blutung zu stillen.

Nichts für schwache Nerven - hier sieht man die Wunden des Opfers:

Fußweg, Ritt und Autofahrt bis ins Spital

Nach der Attacke begann ein beschwerlicher Weg für den Schwerverletzten: Das Duo hatte noch einen zwei Kilometer langen Fußmarsch, sechs Kilometer auf Maultieren und zwei Stunden Autofahrt vor sich, ehe es das Spital in dem Städtchen Ennis erreichte.



"Ich hege keinen Groll gegen den Bären"

Im Krankenhaus musste die Kopfwunde mit 90 Stichen genäht werden. Bleibende Schäden sind nicht zu erwarten - nur die Narben werden Sommer für immer an den Vorfall erinnern. "Ich bin schon mein gesamtes Leben lang Jäger. Ich hege keinen Groll gegen den Bären. Er hat gemacht, was Bären machen. Ich hätte ihn aber erschossen, wenn ich die Chance dazu bekommen hätte", sagte der Jäger.

Redakteurin
Miriam Krammer
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