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20.09.2017 - 20:17
Illegale Fußball-Streams können Handy, Tablet und Laptop gleichermaßen infizieren.
Foto: flickr.com/Dave Taylor

Geoblocking: EU hebt Streaming- Grenzen auf

18.05.2017, 13:20

Ob Filme, Serien oder Bundesliga - der Versuch, die Inhalte von Videodiensten wie Netflix & Co. im Ausland zu streamen, konnte bisher ziemlich frustrierend enden. Auf dem Bildschirm erschien nicht selten die Fehlermeldung: "Dieser Inhalt ist in Ihrem Land nicht verfügbar". Damit ist nun Schluss: Das EU- Parlament beschloss am Donnerstag die europaweite Nutzung von Streaming- Abos.

EU- Bürger müssten damit im Urlaub oder auf Geschäftsreisen künftig nicht mehr auf ihre Lieblingsserien oder Sport- Liveübertragungen verzichten, erklärte der ÖVP- Europaabgeordnete Heinz Becker in Straßburg. SPÖ- Mandatar Josef Weidenholzer sprach von einer guten Neuigkeit für Konsumenten. Netflix, Spotify und andere würden nun mitreisen.

Bisher hinderten länderspezifische Lizenzen Konsumenten daran, Online- Dienste in anderen EU- Staaten zu nutzen, obwohl sie daheim dafür bezahlten. Die neue Portabilitätsverordnung stärke die Rechte der Verbraucher und ermögliche damit die grenzüberschreitende Nutzung von Online- Diensten.

Becker zufolge sollen Anbieter kostenpflichtiger Online- Dienste wie Amazon Prime, Netflix, Sky oder Spotify gesetzlich verpflichtet werden, die volle grenzüberschreitende Portabilität der abonnierten Inhalte sicherzustellen. Spätestens zum Osterurlaub 2018 sei es so weit, verwies Becker auf die Umsetzungsfrist der vom EU- Parlament verabschiedeten Verordnung.

Foto: AP

Mediatheken von Regelung ausgenomnen

Der ÖVP- Abgeordnete sprach sich auch dafür aus, dass Konsumenten den vollen Zugriff auf die TVthek des ORF im Urlaub haben könnten. Die öffentlichen und privaten Rundfunkunternehmen würden nicht in die Pflicht genommen, doch wäre es wünschenswert wenn der ORF als Vorbild einen entsprechenden Schritt unternehme.

Anfang Juni müssen die EU- Mitgliedstaaten der Reform noch ihr offizielles Okay geben, was allerdings nur als Formsache gilt. Bereits im Februar hatten sich Vertreter von Parlament, Rat und EU- Kommission auf den Kompromiss geeinigt. Gelten sollen die neuen Regeln ab Anfang 2018.

Redaktion
krone.at
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