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22.08.2017 - 05:50
Foto: APA/dpa

Snapchat- Aktien enttäuschen Börsianer weiter

11.08.2017, 16:43

Der Snapchat- Betreiber Snap hat mit seinen Nutzerzahlen die Anleger enttäuscht und die ohnehin gebeutelte Aktie auf Talfahrt geschickt. Auch das Versprechen der Gründer, zunächst keine Aktien zu verkaufen, konnte die Investoren nicht beruhigen. In den vergangenen Wochen kam das Snap- Chat- Papier auch wegen der auslaufenden Haltefrist für Altaktionäre unter Druck.

Das kurbelte Spekulationen an, auch die Snapchat- Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy könnten bald Kasse machen. "Bobby und ich werden keine unserer Aktien in diesem Jahr verkaufen", sagte Spiegel.

Das US- Unternehmen bekommt die starke Konkurrenz des sozialen Netzwerkes Facebook zu spüren und wächst nicht so stark wie erhofft. Die Anzahl der täglich aktiven Nutzer stieg im zweiten Quartal auf 173 Millionen, nach 143 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum wie Snap am Donnerstag nach US- Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 175,2 Millionen gerechnet.

Umsatz und Verlust gesteigert

Der Umsatz verdoppelte sich auf 181,7 Millionen Dollar (154,9 Millionen Euro), je Nutzer waren das 1,05 Dollar. Auch hier hatten Analysten mit 1,07 Dollar je Nutzer mehr erwartet. Der Verlust weitete sich von 115,9 auf 443,1 Millionen Dollar aus. "Es herrscht ein beinharter Wettbewerb", sagte Salvatore Recco vom Investmentberater 50 Park Investments. "Das Unternehmen hat noch nicht herausgefunden, wie es mit seinen Nutzern Geld verdient."

Die Aktie brach nachbörslich um fast 17 Prozent auf 12 Dollar ein. Beim Börsendebüt am 2. März hatte Snap seine Aktionäre noch verzückt. Die zu 17 Dollar verkauften Papiere stiegen um bis zu 44 Prozent und am Tag darauf auf bis zu knapp 30 Dollar. Am Ende des ersten Börsentages war Snap an der Börse rund 34,5 Milliarden Dollar wert - obwohl das Unternehmen rote Zahlen schreibt, nicht mit Gewinnen rechnet und Aktionäre kein Mitspracherecht haben.

Snapchat- Boss erwartet 2018 Besserung

Snap- Gründer und -Chef Spiegel erwartet erst für Mitte 2018 eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse. So will er die App für Android- Geräte verbessern. "Wir wollen, dass die Android- Nutzer aktiver sind", sagte er. Zudem sollen die Nutzer mehr Anwendungen erhalten, um kreative Inhalte zu erstellen. Spiegel verwies auf den tanzenden Hotdog, der mehr als 1,5 Milliarden Mal in der Snapchat- App angesehen worden sei. Durch den Snapchat- Filter kann die animierte Figur mit den grünen Kopfhörern in Videos und Bilder eingefügt werden.

Snapchat wird vor allem von Menschen unter 30 Jahren genutzt, die es schätzen, dass ihre Nachrichten schnell wieder gelöscht werden. Das Unternehmen nimmt vor allem mit Werbung Geld ein und konkurriert dabei direkt mit Google und Facebook.

Redaktion
krone.at
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