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20.09.2017 - 03:53
Merkel habe in Europa "enorme Probleme geschaffen", ist Fillon überzeugt.
Foto: AFP (Archivbild)

Fillon attackiert Merkel wegen Flüchtlingspolitik

21.03.2017, 06:36

In Frankreich hat der Präsidentschaftskandidat der Konservativen, Francois Fillon, die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. "Die Art, wie mit der Krise umgegangen wurde, hat enorme Probleme in Europa geschaffen", sagte Fillon am Montag in einer Fernsehdebatte mit Kandidaten anderer Parteien.

Die Flüchtlingspolitik Merkels habe sich als schlechte Politik erwiesen. Die Kanzlerin werde inzwischen in den eigenen Reihen dafür kritisiert, so Fillon, der derselben konservativen Parteienfamilie angehört wie die CDU- Vorsitzende Merkel. Trotzdem gibt es in mehreren Punkten Meinungsverschiedenheiten, unter anderem auch in der Russland- Politik.

Merkels Flüchtlingspolitik ist auch in Frankreich ein Wahlkampfthema.
Foto: AFP, APA/AFP/Rene Gomolj
Deutschlands Kanzlerin Merkel mit Russlands Präsident Wladimir Putin
Foto: APA/EPA/ALEXEY NIKOLSKY/RIA NOVOSTI

Fillon betonte in der TV- Debatte, mit dem Lob des unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron für Merkels Flüchtlingspolitik sei er überhaupt nicht einverstanden. Macron hatte die Kanzlerin vergangene Woche in Berlin getroffen. Der frühere französische Wirtschaftsminister und die Bewerberin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, haben Umfragen zufolge die besten Chancen, nach dem ersten Wahlgang am 23. April in die Stichwahl um das Präsidentenamt am 7. Mai einzuziehen.

Francois Fillon: Vom Favoriten zum Fall für die Justiz

Nach jetzigem Stand würden es damit weder der Konservative Fillon noch der sozialistische Kandidat Benoit Hamon in die zweite Wahlrunde schaffen - das wäre ein Novum in Frankreichs jüngerer Geschichte. Der lange als Favorit gehandelte konservative Ex- Premierminister Fillon ist wegen der Scheinbeschäftigungsaffäre um seine Ehefrau und zwei seiner Kinder  in den Umfragen abgestürzt. Inzwischen liegt er nur noch auf dem dritten Platz und würde damit den Einzug in die Stichwahl verfehlen.

Redaktion
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