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26.06.2017 - 05:51
Foto: AFP

Fleischskandal erschüttert Exportführer Brasilien

19.03.2017, 12:39

Ein Gammelfleischskandal erschüttert den größten Fleischexporteur der Welt, Brasilien. Bisher wurden im Zuge der Operation "Carne Fraca" ("Schlechtes Fleisch") rund 20 Personen festgenommen. Sie sollen den Verkauf großer Mengen Gammelfleisch, das mit noch haltbarem Fleisch vermischt wurde, organisiert haben. Betroffen ist auch der weltweit größte Fleischproduzent JBS.

33 Lebensmittelkontrolleure wurden bisher entlassen. Wie das Agrarministerium mitteilte, wurden bisher drei Produktionsstätten geschlossen und 21 Betriebe unter Sonderbeobachtung gestellt.

Ein Hühnerschlachthof des weltweit größten Fleischproduzent JBS
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Abgelaufenes und vergammeltes Fleisch sei mit chemischen Produkten wieder ansehnlicher gemacht und zurück in den Verkauf gebracht worden. Zudem sollen sogar Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet sein, berichtete das Portal "O Globo". Ob und welche Mengen davon auch in den Export gegangen sind, war zunächst noch unklar. Die Europäische Union, China und die USA verlangten dazu Informationen.

Die Lebensmittelfirma BRF geriet ebenfalls ins Visier der Ermittler.
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Export in über 160 Länder

Das Ministerium betonte, man habe ein strenges Kontrollsystem für insgesamt 4837 Produktionsstätten, die den Export von Fleisch in über 160 Länder abwickeln. Der Export bringt jedes Jahr mehr als 14 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) ein. Nach langen Diskussionen hatten auch die USA im Juli 2016 ihren Markt für brasilianisches Fleisch geöffnet. Die Regierung von Präsident Michel Temer setzt auf einen Ausbau der Landwirtschaft, außer Fleisch exportiert Brasilien riesige Mengen Soja für Tierfutter.

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Temer kam mit mehreren Ministern zu Krisensitzungen zusammen. Die Bundespolizei war dem Skandal durch abgehörte Telefonate auf die Spur gekommen. Rund 1.100 Polizisten seien an den landesweiten Ermittlungen beteiligt. Unüblich für die Regierung, veröffentlichte sie ihre Handlungspläne auch in Englisch und Spanisch. Temer soll wegen der Konsequenzen für das wichtige Exportgeschäft sehr beunruhigt sein.

Redakteurin
Michaela Braune
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