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24.09.2017 - 19:52
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Foto: twitter.com/berti_fox / Video: twitter.com/berti_fox

G20- Chaos: Hier platzt einem Polizisten der Kragen

09.07.2017, 20:41

Nach den Chaostagen von Hamburg rund um den G20- Gipfel sorgt nun ein Video auf Twitter für Aufregung. Darauf zu sehen sind mehrere Polizeifahrzeuge, die offenbar auf dem Weg zu einem Einsatz sind. Weil mehrere Radfahrer die Straße blockieren, kommen die Beamten nur langsam voran. Ein Mann stellt sich vor das Fahrzeug. Daraufhin platzt einem der Polizisten der Kragen: Er steigt aus dem Auto aus und schlägt zu ...

"Einem Polizist platzt der Kragen", schrieb der User auf Twitter, als er das Video online stellte. Die Reaktionen fallen gemischt aus. Während die einen meinen, hier sei ein Fall übertriebener Polizeigewalt dokumentiert, jubeln andere dem Beamten zu. Nach den Krawallen in Hamburg  musste sich auch die Polizei mit einigen Vorwürfen auseinandersetzen - man sei zu hart vorgegangen bzw. zu wenig vorbereitet gewesen, heißt es. Auch der Umgang mit Journalisten wurde kritisiert.

Foto: twitter.com/berti_fox
Foto: AFP

Polizeipräsident weist Vorwürfe zurück

Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer wies diese Vorwürfe zurück. Seine Bilanz fiel am Sonntag nach dem Gipfel dennoch gemischt aus: Er sei stolz, dass es bei dem bisher größten Einsatz der Hamburger Polizei gelungen sei, die Sicherheit des Treffens "mit den zahlreichen Störversuchen" bis zum Schluss zu gewährleisten.

Ihn bedrücke aber, dass es nicht gelungen sei, Verletzungen der Einsatzkräfte zu vermeiden und den Schutz des Eigentums der Hamburger Bürger umfassend zu gewährleisten. Rund um das Treffen der großen Wirtschaftsmächte war es zu heftigen Krawallen mit zahlreichen Verletzten gekommen. 

Foto: AFP

Über 20.000 Beamte im Einsatz
Mehr als 20.000 Beamte seien im Einsatz gewesen, erklärte Meyer. Es sei "alles, aber auch wirklich alles Menschenmögliche an Vorkehrungen getroffen" worden. Mit Blick auf den juristischen Streit um Übernachtungscamps für G20- Kritiker betonte Meyer, für die Polizei sei es wichtig gewesen, "keine Schlafstätten für militante Extremisten" in Hamburg zu haben - das sei letztlich aber nicht gelungen. Es sei schwierig, wenn "Täter ohne Bezug zum Gipfel" an unterschiedlichen Stellen der Stadt in einer "Kleingruppentaktik" agierten.

Bisher seien insgesamt 37 Haftbefehle gegen Verdächtige erwirkt worden, sagte der Hamburger Einsatzleiter Hartmut Dudd. Den Angaben zufolge wurden insgesamt 476 Beamte verletzt.

Redaktion
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