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25.09.2017 - 02:58
Symbolbild
Foto: thinkstockphotos.de

Kannibale spaziert mit Leichenteilen zur Polizei

25.08.2017, 06:07

Die südafrikanische Polizei hat momentan außergewöhnliche Fälle zu lösen: Ein Mann brachte eine Hand und ein Bein in eine Polizeistation und erklärte, dass er kein Menschenfleisch mehr essen wolle. "Ich habe es satt", sagte er.

Es ist unfassbar, was sich in einem kleinen Dorf in der südafrikanischen Provinz KwaZulu- Natal ereignet hat. Der Fall begann mit der Verhaftung von drei Männern im Alter von 22, 29 und 32 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, eine Frau vergewaltigt, zerstückelt und gegessen zu haben. Wie die "Daily Mail" berichtet, handelt es sich bei den Festgenommenen um Medizinmänner, sogenannte Nyangas. Laut ihren Aussagen soll Kannibalismus zu ihrer Behandlung gehören.

Mehr als 300 Kannibalen in dem Dorf

Bei einer Versammlung wollte der Bürgermeister des 1000- Seelen- Dorfes den Fall klären. Doch was dabei ans Licht kam, ist unfassbar: Etwa ein Drittel der Bewohner gab an, bei den Medizinmännern in Behandlung zu sein und dabei regelmäßig Menschenfleisch zu essen.

Um niemanden töten zu müssen, sollen sie am Friedhof Leichen ausgegraben haben. Um zu beweisen, dass sie die Anweisungen der Medizinmänner auch wirklich befolgen, mussten sie diesen die Knochen der Leichen vorlegen.

"Ich habe es satt, Menschenfleisch zu essen"

Das Ganze wurde publik, als ein 32- Jähriger in eine Polizeistation ging und angab, Kannibale zu sein. Er erklärte jedoch, dass er das künftig nicht mehr sein wolle: "Ich habe es satt, Menschenfleisch zu essen." Dabei holte er eine Hand und ein Bein einer weiblichen Leiche aus seiner Tasche und legte sie den Beamten auf den Tisch. Als Ermittler sein Haus durchsuchten, fanden sie die tote Frau.

Einer der Polizisten erklärte, dass es "noch viel mehr Opfer" geben müsse, denn "in einem Topf im Haus haben wir acht Ohren gefunden". Bei einem weiteren Verdächtigen sollen menschliches Gewebe sowie Organe gefunden worden sein. In einem Nachbarort wurden weitere menschliche Überreste gefunden.

Kannibalismus in Südafrika kein Verbrechen

Weiters unglaublich: Es gibt nur Anzeigen wegen Mordes für die Medizinmänner, die mehr als 300 Kannibalen aus dem Dorf kommen unbescholten davon. Denn Kannibalismus ist in Südafrika kein Verbrechen.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine große kriminelle Vereinigung handelt, die mit Menschenfleisch handelt. "Wer Familienmitglieder vermisst, soll sich dringend melden", richtete sie einen Appell an die Bevölkerung. Man nehme dann Proben für einen DNA- Abgleich.

Redaktion
krone.at
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