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25.09.2017 - 02:59
Foto: AP

Monster- Hurrikan trifft mit 260 km/h auf Kuba

09.09.2017, 05:38

Der Monster- Hurrikan "Irma" ist am späten Freitagabend (Ortszeit) in Kuba auf Land getroffen. Der Wirbelsturm, der wieder auf der höchsten Kategorie 5 eingestuft wurde, prallte auf den Camaguey- Archipel, wie US- Meteorologen mitteilten. In den USA wächst indes die Nervosität: Die Armee mobilisierte Tausende Soldaten, 5,6 Millionen Menschen wurden in Florida zur Evakuierung aufgerufen.

Das Auge des Sturms befand sich um 5 Uhr MESZ etwa 190 Kilometer südöstlich der kubanischen Stadt Caibarien und etwa 480 Kilometer südöstlich von Miami im US- Bundesstaat Florida, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA (NHC) erklärte. Am Freitag hatte "Irma" laut US- Meteorologen die Größe von Texas.

Foto: AP

Eine Million Kubaner in Sicherheit gebracht

Die Windgeschwindigkeit betrug bis zu 260 Stundenkilometer. Der Hurrikan bewegte sich den Angaben zufolge mit 20 Stundenkilometern in Richtung West- Nordwest. In Kuba waren zuvor nahezu eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden. Wie der Katastrophenschutz mitteilte, kamen viele Menschen bei Verwandten oder in öffentlichen Schutzräumen unter. An der Nordküste Kubas waren zudem 10.000 ausländische Touristen in Sicherheit gebracht worden.

Mindestens 19 Todesopfer auf Karibikinseln
Der Wirbelsturm hatte in den vergangenen Tagen bereits auf mehreren Karibikinseln schwere Verwüstungen angerichtet und mindestens 19 Menschen getötet. 

Foto: AP

"Nirgends auf den Florida Keys wird es sicher sein"

Das Zentrum des Hurrikans sollte am Sonntagvormittag (Ortszeit) die Inselgruppe der Florida Keys auf Höhe der Kleinstadt Marathon erreichen. Nach jüngsten Vorhersagen könnte er dort mit Windstärken von bis zu 250 Kilometern pro Stunde an Land treffen. "Nirgendwo auf den Florida Keys wird es sicher sein", so der Nationale Wetterdienst. Noch hätten die Menschen Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Die Inselkette hat rund 70.000 Einwohner.

Foto: AP

Bis zu drei Meter hohe Wellen erwartet

Für die gesamte Südküste Floridas, vom Atlantik bis in den Golf von Mexiko, gilt eine Warnung vor bis zu drei Meter hohen Wellen. Nach den Vorhersagen könnte der Sturm in Richtung der Westküste Floridas abschwenken und nicht direkt über die Metropolregion Miami hinwegziehen, in der 5,5 Millionen Menschen leben. Dennoch warnten Meteorologen an beiden Küsten der Halbinsel vor orkanartigen Winden und meterhohen Sturmfluten.

Die Evakuierungsmaßnahmen wurden mancherorts dadurch erschwert, dass das Benzin knapp wurde. Das Weiße Haus zeigte sich beunruhigt. Die Regierung hob eine gesetzliche Regelung auf, wonach nur Tanker unter US- Flagge Treibstoff von einem amerikanischen Hafen zu einem anderen liefern dürfen, wie der Heimatschutzberater des Weißen Hauses, Tom Bossert, sagte. Präsident Donald Trump appellierte an die Menschen in den betroffenen Gegenden, wachsam zu sein und auf die Empfehlungen der Behörden zu hören. "Dies ist ein Sturm mit einem absolut historischen Zerstörungspotenzial", sagte er.

Satellitenaufnahme des Hurrikans "Irma"
Foto: NOAA/CIRA

Modelle des Hurrikanzentrums sehen "Irmas" Zug bis hinauf nach Atlanta reichen. In seiner Folge werden Überflutungen auch an den Küsten Georgias sowie South und North Carolinas erwartet. Warnungen gelten auch für Küstenstädte wie Savannah und Charleston.

"Katia" traf auf Land

Unterdessen traf auch der Wirbelsturm "Katia" auf Land. Betroffen war die Küste des mexikanischen Bundesstaates Veracruz, teilte das US- Hurrikanzentrum mit. Es wird erwartet, dass sich der Hurrikan der Kategorie 1 rasch abschwächt.

Redaktion
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