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23.07.2017 - 02:38
"Versprochen und gehalten": So zieht Trump Bilanz über seine bisherige Amtszeit.
Foto: AP

Trump feiert "sehr produktive" erste 100 Tage

30.04.2017, 08:43

Während Politologen und Medien es anders wahrgenommen haben, waren die ersten 100 Tage im Weißen Haus für US- Präsident Donald Trump selbst "sehr produktiv". Bei einem Auftritt in Harrisburg im Bundesstaat Pennsylvania feierte der Milliardär am Samstag vor seinen Anhängern die "sehr aufregenden" Wochen seit seinem Amtsantritt.

Seine fast einstündige Rede startete Trump allerdings mit einem mehrminütigen Angriff auf die Medien: "Medienunternehmen wie CNN und MSNBC sind Fake News!" Er warf den Journalisten vor, die Bilanz über seine ersten Wochen im Amt absichtlich zu verzerren und nur schlecht über ihn zu berichten.

Ein Bild wie aus dem Wahlkampf: Anhänger feiern in Harrisburg Donald Trump.
Foto: AFP/GETTY IMAGES

Trump bricht mit Tradition und nimmt nicht an Galadinner teil

Zugleich spottete Trump über das zur gleichen Zeit stattfindende Galadinner der Journalisten, die über das Weiße Haus berichten. "In einem Hotel- Ballsaal in unserer Hauptstadt hat sich gerade eine große Gruppe von Hollywood- Schauspielern und Washingtoner Medien versammelt, um sich zu trösten", sagte er. Er sei froh, dass er weit weg vom "Washingtoner Sumpf" sei und nicht an dem "sehr langweiligen" Dinner der Korrespondenten des Weißen Hauses teilnehmen müsse. Trump ist der erste Präsident seit 36 Jahren, der dieser traditionellen Veranstaltung fernblieb. Die bisherigen Präsidenten hatten dort Reden gehalten, in denen sie sich selbst auf den Arm nahmen.

Entscheidung über Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt

Der US- Präsident bekräftigte zudem, dass er binnen zwei Wochen eine Entscheidung über das Pariser Klimaschutzabkommen fällen werde. Die Vereinbarung sei "einseitig", erklärte er. Die USA müssten Milliarden US- Dollar zahlen, während andere Länder wie China, Russland und Indien "nichts" zahlten. Trump hatte bereits im März ein Dekret unterzeichnet, mit dem zentrale Bestimmungen zum Klimaschutz aufgeweicht, abgebaut oder abgeschafft werden. Er hatte in der Vergangenheit den von Menschen verursachten Klimawandel angezweifelt und mit dem Ausstieg aus dem Abkommen gedroht, auf das sich Ende 2015 in Paris 195 Staaten geeinigt hatten.

US-Präsident Donald Trump
Foto: ASSOCIATED PRESS

"Große Schlachten stehen noch bevor"

"Große, große Schlachten" stünden noch bevor und würden alle gewonnen, versprach der Republikaner in seiner Rede in Harrisburg, die an einen Wahlkampfauftritt vom vergangenen Jahr erinnerte. Im Pennsylvania hatte Trump im November besonders deutlich gewonnen.

Wichtige Vorhaben vorerst gescheitert

In einer am Samstag ausgestrahlten Ansprache sagte Trump, er habe in nur 14 Wochen einen "fundamentalen Wandel" nach Washington gebracht. Trumps Bilanz ist allerdings keineswegs gut. Wichtige Vorhaben des Republikaners - die Abschaffung der Gesundheitsversorgung Obamacare und ein Einreiseverbot - scheiterten bisher.  Auch die Finanzierung der Mauer an der Grenze zu Mexiko, seinem Prestigeobjekt, ist unklar .

Trumps Mauer bleibt vorerst ein unfinanzierbares Wahlversprechen.
Foto: AFP

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