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20.09.2017 - 07:43
Foto: ANU/Michael S. Becker

Gibt's in warmen Höhlen unter Antarktis- Eis Leben?

09.09.2017, 07:11

In warmen Höhlen unter antarktischem Eis könnte es bisher unbekannte Lebensformen geben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Australian National University (ANU) in Canberra, die in Hohlräumen im Eis, die durch den Dampf des Vulkans Mount Erebus geformt wurden, Erbgutspuren von Algen, Moosen und kleinen Tieren fanden.

Der fast 3800 Meter hohe Mount Erebus auf der Ross- Insel - benannt nach dem britischen Entdecker James Clark Ross (1800 bis 1862) - ist der südlichste aktive Vulkan der Erde. Er ist mit Eis bedeckt, es gibt darunter aber zahlreiche Hohlräume, in denen es deutlich wärmer ist. "Man kann dort sehr angenehm im T- Shirt herumlaufen", berichtet die Leiterin der Expedition, Ceridwen Fraser, denn in den Höhlen sei es bis zu 25 Grad warm. Am Eingang der Höhlen sowie in tieferen Gebieten, in denen das Eis nur dünn ist, könne man auch ohne künstliches Licht sehen.

Der Vulkan Mount Erebus in der Antarktis
Foto: AFP/Mark Ralston

Die meisten der entdeckten DNS- Spuren ähneln den Forschern zufolge Proben, die auch schon in anderen Gebieten der Antarktis gefunden wurden. Noch hätten aber nicht alle Spuren identifiziert werden können, sagte Fraser. "Das gibt uns einen verlockenden Blick darauf, wie das Leben unter dem Eis der Antarktis aussehen könnte. Möglicherweise gibt es dort auch neue Arten von Tieren und Pflanzen."

Foto: ANU

Andere Forscher sind etwas skeptisch. Laurie Connell von der University of Maine im US- Bundesstaat Massachusetts etwa verweist darauf, dass die DNS- Spuren kein Beweis dafür seien, dass die Lebensformen immer noch in den Höhlen existieren. "Im nächsten Schritt müssen wir nun einen Blick darauf werfen, ob es noch lebende Organismen gibt. Wenn dem so ist, öffnet uns das die Tür zu einer bezaubernden neuen Welt."

Eine der warmen Eishöllen im Antarktis-Eis
Foto: ANU/Joel Bensing

Die australischen Forscher vermuten, dass es auch in der Umgebung der zahlreichen anderen Vulkane der Region ähnliche Hohlräume mit Lebensformen geben könnte. Inwiefern sie miteinander in Verbindung stünden, sei noch unklar.

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