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21.08.2017 - 17:49
Foto: thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik

Meeresspiegel steigt wohl stärker als befürchtet

11.05.2017, 15:17

Der Meeresspiegel könnte bis zum Jahr 2100 wesentlich stärker ansteigen als bisher prognostiziert. Wie der Norddeutsche Rundfunk unter Berufung auf einen internen Bericht am Donnerstag berichtete, warnt das deutsche Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) davor, dass die bisherigen Anstiegsszenarien des UN- Klimarates zu optimistisch sein könnten. Zu dem Schluss sei man durch Auswertung aktueller Klimastudien gekommen, so die Behörde.

Konkret warne das BSH das Bundesverkehrsministerium davor, dass "ein höherer Anstieg des Meeresspiegels deutlich über einen Meter hinaus bis hin zu 1,70 Metern bis zum Ende des Jahrhunderts mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen zu sein scheint". Beim Küstenschutz könne dies dazu führen, dass "bereits getroffene Anpassungsmaßnahmen modifiziert oder neue sogar in Angriff genommen werden" müssten. Sollten die arktischen und antarktischen Eisschilde kollabieren, sei auch ein noch höherer Meeresspiegelanstieg denkbar, schrieb das BSH.

Foto: APA/EPA/Alberto Morante

UN- Report rechnet bis 2100 mit Anstieg von einem Meter

Bund und Länder planen dem Bericht zufolge aber auf Grundlage der Anstiegsszenarien des UN- Klimareports. Der jüngste Report aus dem Jahr 2013 nennt demnach als pessimistischstes Szenario einen Meeresspiegelanstieg von 52 bis 98 Zentimetern bis zum Jahr 2100.

Dem NDR- Bericht zufolge sieht das BSH trotz der Warnung noch keinen dringenden Handlungsbedarf. Die Behörde gehe davon aus, dass "die heutigen Maßnahmen zur Sicherung der Küsten, Küstenbauwerke und Küstenbesiedlungen zumindest bis zum Jahr 2050 einen ausreichenden Schutz vor Überflutung bieten werden". Gleichwohl nehme die Verletzlichkeit der flachen Küstenregionen mit steigendem Meeresspiegel zu.

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