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25.05.2017 - 09:11
Künstlerische Illustration des mit dem Parkes-Teleskop empfangenen Radioblitzes
Foto: CSIRO/Swinburne Astronomy Productions

Radioblitz stellt Forscher vor neue Rätsel

13.05.2017, 07:02

Erst seit etwa zehn Jahren kennt die Wissenschaft das Phänomen mysteriöser Radioblitze (Fast Radio Bursts, kurz FRB), die viel kürzer sind als ein Wimpernschlag und scheinbar unregelmäßig am Himmel aufflackern. Ein bereits 2015 aufgefangenes Signal stellt die Forscher vor neue Rätsel, wie sie jetzt in einem Fachartikel berichten.

Entdeckt wurde der Radioblitz, der den Katalognamen FRB 150215 verpasst bekam, am 15. Februar 2015 von Emily Petroff vom Netherlands Institute for Radio Astronomy mithilfe des Parkes- Radioteleskopes in Australien. Die Beobachtungsdaten des empfangenen Signals würden auf eine Quelle jenseits unserer Milchstraße - vermutlich eine rund 5,5 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie - hindeuten, berichtete die Forscherin.

Das 64-Meter-Radioteleskop in Parkes (Australien)
Foto: Wikipedia/Ian Sutton (CC BY 2.0)

Obwohl man unmittelbar nach dem Ausbruch des nur wenige Millisekunden dauernden Radioblitzes nicht weniger als elf verschiedene Teleskope auf der ganzen Welt für 17 Stunden darauf ansetzte, dessen Quelle zu lokalisieren, blieben die Bemühungen der Wissenschaftler ohne Erfolg. "Wie etwas, dass mehr Energie als 500 Millionen Sonnen erzeugt, kein 'Nachglühen' aufweisen kann, ist uns ein Rätsel", schreibt Petroff jetzt.

Signale von außerirdischen Zivilisationen?

Nach wie vor sei unklar, ob FRB- Signale von astrophysikalischen Quellen wie etwa einem Neutronenstern stammen oder ob es sich um starke Signale von außerirdischen Zivilisationen handle, sagen Experten. Forscherin Petroff selbst glaubt allerdings nicht, dass das von ihr aufgezeichnete Signal (Grafik unten) von Aliens (außerirdischem Leben; Anm.) stammt.

Das Signal des Radioblitzes FRB 150215
Foto: twitter.com/Emily Petroff

Zur Natur der mysteriösen Fast Radio Bursts gibt es zahlreiche Ideen: Die Blitze könnten etwa von der Verschmelzung zweier Neutronensterne stammen oder von massereichen Schwarzen Löchern erzeugt werden. Wegen ihrer extrem kurzen Dauer ist der genaue Ursprung der Radioblitze nur sehr schwer zu bestimmen.

Redakteur
Wilhelm Eder
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