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20.09.2017 - 07:43
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Zika-Viren (rot)
Foto: CDC

Tödlicher Virus kann fatalen Gehirntumor heilen

09.09.2017, 07:10

Ausgerechnet ein Virus, das Leid über Zehntausende Menschen und ihre Familien gebracht hat, könnte künftig Leben retten: Forscher haben herausgefunden, dass das Zika- Virus, das im vergangenen Jahr zu Missbildungen bei zahlreichen Neugeborenen  führte, das Wachstum von Gehirntumoren hemmt. Der Erreger könnte somit künftig Leben retten.

Mit der Diagnose Glioblastom ist das Schicksal der Erkrankten eigentlich besiegelt - denn der bösartige Hirntumor produziert Stammzellen, die weder durch Chemotherapie noch durch Bestrahlung bekämpft werden können.

Das Zika- Virus könnte aber künftig als Gegenmittel zum aggressiven Krebs eingesetzt werden. Denn der Erreger lässt nicht nur die Gehirne von ungeborenen Babys bei Infektion der Mutter schrumpfen, sondern eben auch den gefährlichen Gehirntumor.

Ein drei Monate altes Baby mit Mikrozephalie, das durch das Zika-Virus ausgelöst wird
Foto: Associated Press

Labormäuse sprechen gut auf Behandlung mit Virus an

Bei Tests mit Mäusen konnten Forscher der Washington University Medicine School Ergebnisse erzielen, die Grund zur Hoffnung geben: Das Virus griff die Stammzellen des Tumors öfter als gewöhnliche Gehirnzellen an, die Versuchstiere lebten länger und der Tumor wuchs langsamer. So könnte man auch bei Menschen den Krebs gezielt behandeln - Zika richtet nämlich bei erwachsenen Infizierten kaum Schaden an.

Foto: APA/Hans Klaus Techt

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